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THOMMY IM URLAUB IN THAILAND UND VIETNAM
ein Mail-Austausch unter Brüdern - allerdings behalte ich mir vor, äußerst private Passagen zu kürzen!
Wer Thommy etwas mitzuteilen hat, der soll mir einfach mailen! Die "Leserbriefe" füge ich extra für meinen Bruder ein! Wär schön, wenn was käme!
Der Thommy mal nachdenklich!
1. Mail von Thommy, 22. Juli 2003
liebe leute,
ich habe meine erste nacht
in bangkok hinter mir, kaempfe allerdings noch heftig mit dem jetlag, weil
ich die umgewoehnung noch nicht so wirklich hingekriegt habe - d.h. waehrend
der eigentlichen nacht [thailand] lag ich wach, jetzt muesste ich eigentlich
schlafen [europa], aber mache mich nun auf eine sightseeing-tour, der tag
beginnt.
bangkok selbst ist eine
ziemlich schweisstreibende und stinkende asiatische grossstadt europaeischer
provenienz, die mir die langsame umstellung auf asiatisches leben ziemlich
leicht macht (ein tag in bangkok ist so anstrengend wie eine viertelstunde
delhi!). ansonsten bin ich froh, dass ich nach den sehr turbulenten letzten
wochen mal mit ein wenig abstand nachdenken kann. allerdings vermisse ich
euch - sei es in europa oder vietnam - schon ein wenig...
dennoch gerade fuer die
unterstuetzung in den letzten wochen & eure glueckwuensche auf diesem
wege herzlichen dank!!! mal sehen, was daraus wird! (und im uebrigen freue
ich mich natuerlich immer ueber nachrichten aus europa...)
donnerstag morgen fliege
ich uebrigens weiter nach saigon/vietnam, und fuer jene, die es noch nicht
wussten (anja, danke fuer die einladung!): ich komme am 22.8. morgens in
duesseldorf an!
liebe gruesse aus bangkok
von
thomas
1. Antwort von Andi, 23. Juli 2003
ach thommy,
alles klein schreiben ist
zwar einfacher, aber doch total ungewohnt... um nicht direkt bei der ersten
antwort aus dem lay-out-rahmen zu fallen, spiel ich das spielchen mal mit.
außerdem konnte ich beim vfl-bericht vom spiel gegen fenerbahce istanbul
(den ich am besten extra für dich an dieser stelle mal verlinke)
schon üben.
tief im westen, wo die sonne
verstaubt, und selbstverständlich auch beim city-grill war ich nämlich
gerade (keine ahnung, ob ich dir damit jetzt mitten in dein ich-will-auch-ne-currywurst-herz
steche... wenn ja: tschuldigung!), um dabei zu sein, wie 11.000 zuschauer
(!) ein freistoßtor von pierre van hooijdonk sehen, zum 1:0 für
fenerbahce. das war die erwähnenswerteste szene des tages. ansonsten
hatten gerd und ich viel spaß dabei, uns bemben, vriesde und torwart
toni tapalovic anzusehen. du kannst dir unsere witzchen bestimmt vorstellen.
bloß gut, dass es bald wieder losgeht. diese ewigen testspiele sind
nix für mich.
womit wir beim mülheimer
fußball wären: da gibts keine news. wirklich nicht!
meine innere "maschine"
selbst läuft auf hochtouren. das sportmagazin 2/2003 werde ich heute
nacht fertig stellen. wenn du also aus asien wieder einschwebst, wirst
du die druckfrische ausgabe in den händen halten. ich hab ne story
über abdelhafid gemacht... geile sache, sag ich dir. das semester
ist nächste woche endlich vorbei - aber ich befürchte, dass dann
erst die ganze arbeit beginnt.
davon kann ich dir mehr
im nächsten brief erzählen!
grüße marrit
ganz ganz herzlich von mir und mach dir ein paar schöne tage.
ich wär auch sehr gern
dabei.
andi
Gastbrief von Gerd Klumpe, 27. Juli 2003
hi thomas!
ja, dein bruder hat mich
schon gemahnt, dir ein paar warme worte zukommen zu lassen, und da will
ich keine weiteren mahnungen riskieren, er ist so kurz vor saisonbeginn
sowieso etwas sensibel... hoffe, du bist heil in vietnam angekommen und
berichtest mal ein paar einzelheiten aus diesem land, das für mich
eher ein weißer fleck auf der karte ist (wüßte gar nicht,
was man sich da so alles anschauen könnte, in kambodscha täte
ich mich leichter). nachdem wir (meine mittlerweile auch kurz im VFL-Tagebuch
erwähnte bessere hälfte und ich) für dieses jahr den geplanten
australienurlaub immobilienbedingt gecancelt haben - hihi, wir fahren ersatzweise
nochmal zur ostsee - können wir wenigstens über dich etwas über
ferne länder erfahren. also: erzähl mal ein bisschen (hey, hast
du eine digitalkamera mit? wie wäre es mit gemailten bildern??) werde
mit deinem vom ersten auswärtssieg zurückkehrenden bruder am
nächsten samstag mal ein wenig in event-kultur machen (bochum-total),
und muß mich dann ja wohl benehmen, weil er sonst über BOtotal
schreibt und der welt meine ausfallerscheinungen mitteilt;-) bis bald,
gerd
2. Mail von Thommy, 28. Juli 2003
liebe family,
nachdem ich ein paar tage
lang nichts von mir habe hoeren lassen, ist es nun mal wieder an der zeit!
allerdings nur recht kurz: ich habe in diesem zwar spottbilligen, aber
voellig ueberhitzten und superlangsamen internetlokal bereits anderthalb
stunden gebraucht, um die zwischenweitlich angekommenen mails zu checken
und bin am ende meiner kraefte bzw. vor allem geduld...
ansonsten ist es mir in
den letzten tagen jedoch ziemlich gut ergangen: die tage in bangkok waren
eine gute umstellungsperiode, da diese stadt noch ziemlich starke westliche
zuege hat, und dies nicht nur durch die viele sextouristen. der flug nach
vietnam und die ankunft dort waren auch ziemlich angenehm, zumal mir die
ersten drei tage in saigon/ho-chi-minh-city durch die tatsache erleichtert
wurden, dass marrit dort bereits dreimal war und hotel, taxipreise, sehenswuerdigkeiten
etc. kannte, weshalb ich mich von ihr angenehm durch die stadt fuehren
lassen konnte. seit vorgestern sind wir in can tho, wo marrit - das letzte
jahr eingerechnet - bereits etwa zwei monate unterrichtet und also auch
gelebt hat, weshalb ich hier viel kontakt zur einheimischen bevoelkerung
habe, in einer weise, die normalen touristen wohl verschlossen bliebe.
so werde ich gleich fussballspielen gehen (saisonvorbereitung!).
bis samstag wohl werden
wir hier im mekong-delta (can tho liegt vier busstunden suedlich von saigon)
bleiben, um uns dann so langsam richtung norden vorzuarbeiten. bis dahin
sind wir in marrits haus (sie bewohnt dort eine wohnung, auch andere schulangestellte
wohnen dort) telefonisch zu erreichen, wobei man glueck haben muss, dass
gerade jemand zufaellig an dem telefonraum (es gibt nur ein telefon fuer
das ganze haus) vorbeikommt... (die nummer war 0084/71/83 49 55, billigpreise
unter www.billiger-telefonieren.de). solltet ihr lust haben, hier anzurufen,
koennten wir das verabreden. ich werde mittwoch wieder mails checken, bis
samstag morgen koennten wir uns verabreden (wir haben hier sechs stunden
spaeter).
ansonsten noch dir, andi,
ein grosser dank fuer die homepage - ich hoffe, dass wir die gut aufbauen
werden!
liebe gruesse also aus vietnam,
auch von marrit, und mehr am mittwoch!
thomas
Nachfrage von Christian "Wibbel" Schneider, 28. Juli 2003
hat dein bruder keinen bock
beim kicker-manager-spiel mitzumachen?
wenn du ihm eine mail nach
vietnam schickst kannst du es ja mal erwähnen.
bis dahin
wibbel
... und das meinen meine Eltern (Mails in Ausschnitten), 29. Juli 2003
(23.7.)
Hallo Thomas,
Deine erste Nachricht vom
22.07.2003 ist angekommen. Hier ist es weiterhin heiß und schwül,
wahrscheinlich wie bei Dir in Asien. Ein Gewitterguß schuf für
kurze Zeit Entlastung und gab frische Luft.
Friedrich von Gehlen schickte
mir heute den Zeitungsausschnitt über die Lesung im AZ. Wir bewahren
ihn für Deine Rückkehr auf.
Ansonsten gibt es nichts
wesentlich Neues zu berichten. Wir wünschen Dir einen guten Weiterflug
und bitten Dich, Marrit zu grüßen.
Bis demnächst
Mama und Papa
* * *
(29.7.)
Hallo, Thomas,
haben uns über Deine
Email sehr gefreut und sind nun im Bilde. Der Ball ist rund... Auf der
ganzen Welt wird gekickt. Das ist gut so.
Nach wie vor ist hier herrlichstes
Sommerwetter. Mama nahm den Weltatlas zu Hilfe und kann sich nun ein Bild
über die Stationen machen. Hochinteressant.
1000 Grüße, auch
an Marrit von
Mama und Papa!
2. Antwort von Andi, 29. Juli 2003
Wusstest Du, dass Götz
George 60 wird?
Oder 60 ist?
"Schimmi, auch wenn ganz
Deutschland gegen Dich ist... Holland steht hinter Dir!" oder auch "Schimanski,
Du könntest ein guter Pole sein!" Darauf Thanner, Schimmis Schal zurechtzupfend:
"Das ist doch ein Pole... ein echter SCHIMANSKI!"
Denn, Thommy,
kaum zu glauben, aber wahr...
am letzten Sonntag um 20.15 Uhr kam tatsächlich "Moltke" auf der ARD
und dank des Videogeräts ist dieser genialste Schimanski-Streifen
nun für immer und wenig ein Teil meines Regals. Nun denn, servus und
hallo ins ferne Vietnam... immer, wenn ich meine Mails in den letzten Tagen
abrief, dann war ein anderes Kribbeln da als sonst. Hat er geschrieben?
Haben vielleicht andere für ihn geschrieben?
* * *
Es ist ziemlich warm draußen.
Nicht zu heiß, aber auch nicht kalt. Sommer eben, schätze mal
so um die 26 Grad. Gestern war ein ganz herrlicher Tag; von 19.30 Uhr bis
21 Uhr bin ich mit Helmut und zwei anderen Gestalten durchs Ruhrtal mit
dem Rad gefahren und ich hätt mich daran gar nicht satt sehen können.
Wenn "man" die Gewissheit hat, nicht in den Urlaub fahren zu können,
muss halt die Heimatstadt für das Adjektiv "fantastisch" herhalten...
Ich stelle mir vor, wie Du wohl grad aussiehst... Sitzt verschwitzt in
dem Internetlokal, raufst Dir grad die Haare, weil der Computer so lange
braucht (... und Du kannst ganz schön ungeduldig sein, gell?) - und
ich erzähl Dir hier einen vom Ruhrtal. Verrückt, oder?
* * *
Wie war das eigentlich nochmal
mit der Bochumer Innenstadt? Hast Du mir nicht mal aus einem Buch vorgelesen,
in dem die BO-City mit den Großstädten a la New York verglichen
wird?
Es war Dienstag, als ich
einmal mehr feststellen musste, dass mir Bochum gefällt. Nicht nur,
weil das Ruhrstadion dort steht. Es war schön, auf der Kortumstraße
auf und ab zu spazieren, dann am Bermuda-Dreieck HALT zu machen, in der
tollsten Pizzabude des Ruhrgebiets (die heißt nur "Pizza&Co"
- das geht doch auch kreativer, oder?) ein "Schinken-Ananas-Baguette" zu
essen (und MIT Remoulade) und in einer Gaststätte im Biergarten eine
Cola zu schlürfen. Echt herrlich. Dabei noch auf die soeben erworbene
Eintrittskarte für das Spiel in Wolfsburg schauen, und einfach nur
träumen. Mal wieder von einem Auswärtssieg - obwohl ich eigentlich
jedem zurzeit erzähle, dass ich mich am Samstag um 19 Uhr im Zug vermutlich
sehr mies fühlen werde.
* * *
Vorhin bin ich in meinem
Sensible-Soccer-Cup im Viertelfinale ausgeschieden. Sensible Soccer? Hä?
Tja, Thommy, das ist so ne Fußball-Simulation, die ich mir neulich
aus dem Netz gezogen hab. Und wenn ich wieder die Gelegenheit habe, mich
um so einen Scheiß zu kümmern, dann siehst Du, dass ich mir
wieder etwas Entspannung gönnen kann. Das Sportmagazin kommt Mitte
nächster Woche aus der Druckerei, dann hab ich erstmal Ruhe. Im Mülheimer
Sport ist wenig los, weil die Sommerferien begonnen haben. Und die Uni
ist auch vorbei. Daher werde ich mich am Donnerstag in Ruhe hinsetzen,
und einen Plan der nächsten zwei Monate erstellen... und dabei ein
wenig an San Francisco denken. Nennt man das Fernweh? Und warum ausgerechnet
San Francisco? Ach, das weiß ich auch nicht. "If you´re going
to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair"... Morgens
in Düsseldorf losfliegen, neun Stunden später die Beine im Pazifik
baumeln lassen... wär das schön! Bis dahin halte ich mein Hirn
mit ein paar Ideen aufrecht. Frag mal Dirk!
* * *
Mülheimer Sport? Sport
allgemein? Den versprochenen Newsticker bin ich Dir noch schuldig...
VFL: unser Trainer ist mal
wieder die Humorkanone schlechthin. Wie bisher nach allen Vorbereitungen
sprach er auch diesmal von "der besten Vorbereitung, die ich je hatte"
(eine von den Schallplatten, die der immer und immer wieder abspielt).
Dabei waren die letzten Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend (kein
Wunder, ohne Sieg): 1:3 (A) SC Paderborn, 1:1 (A) Helmond (2. NL-Liga),
0:1 (H) Fenerbahce Istanbul, 0:1 (A) FC Antwerpen (ROT für Kalla,
kann aber in Wolfsburg spielen). Die mutmaßliche Aufstellung lautet
wie folgt: van Duijnhoven - Colding, Kalla, Fahrenhorst, Bönig - Oliseh,
Zdebel - Freier, Wosz, Diabang - Madsen. Was ich am Samstag nach der Rückkehr
aus Wolfsburg so treibe, brauch ich Dir nicht mehr zu sagen. Das hat Gerd
schon erledigt... und zum HSV-Spiel muss ich auch nicht allein gehen: Tina
und Helmut kommen mit... München übrigens fällt vermutlich
aus: Dirk ist nicht da - und sein Zimmer anderweitig vergeben!
MÜLHEIMER SPORT: Der
"Tag des Jugendfußballs", die 2. Tennis-Bundesliga mit dem KHTC oder
der Galoppsport interessieren Dich ja nicht, daher an dieser Stelle die
Fußball-Testspielergebnisse - VFB SPELDORF: (H) SV Langendreer 04/Verbandsliga
8:0 (!)/drei Tore Mütze, (H) Sterkrade 06/07/Landesliga, mit Schwede
6:0 (!)/drei Tore Ferreira, die Speldorfer sind echt unverschämt gut
drauf; letzter Neuzugang ist vermutlich Andreas Przybila (letzter Jahr
Solingen, davor Wattenscheid 09). UNION 09: (H) Adler Osterfeld/Oberliga
2:2/auch das: sehr beachtlich, MSV 07: (H) SG Schönebeck/K.A. 2:2,
TUSPO SAARN: (H) BG Überruhr/K.A. 1:1, BW MINTARD: (H) Fortuna Bredeney/Bezirksliga
1:3.
... apropos Fußball:
Hast Du auf dem Hinflug daran gedacht, die 1. und 2. Bundesliga zu tippen?
* * *
Götz George ist 60.
Hoffentlich wiederholen
sie "Duisburg-Ruhrort" auch bald...
Gruß
Andi
3. Mail von Thommy, 30. Juli 2003
"Wenn das Paradies in der
Ferne gesucht wird, beweist das nur, dass es zu Hause fehlt. Die Forderung
kann also nur lauten: Mehr Ferien in den Alltag!"
(Eva Kurt, in: Trouble im
Paradies. Reisen in die Dritte Welt, S. 6)
21.7.-24.7. BANGKOK/THAILAND
haette im flieger gern eine
wette abgeschlossen, wer alles als sextourist nach bangkok fliegt. mit
meinem nebenmann war dies nicht moeglich - der war ja selbst einer.
unterkunft in der naehe
der backpacker/rucksacktouristen-katastrophe khao san road. hier wird alles
gefaked: tattoos, internationale studierendenausweise, frisuren, englischkenntnisse
- und vor allem das gefuehl, man sei ach so weit weg vom westen.
die stadt selbst: einerseits
zahllose goldene "wat"s (nein, ihr ruhrpoetter, das heisst hier tempel)
mit entsprechender stille, andererseits stadtautobahnen, die neue metrohochbahn
(made by siemens): beton, beton. dazwischen irgendwo ich und mein jet lag,
der vergebliche versuch, die beiden extreme zu verknuepfen.
tuk tuk-fahrer, die dich
was fragen; frauen, die mit dir ins "geschaeft" (saubloede umschreibung
eines unmenschlichen faktums) kommen wollen; die taxi-faehre ueber den
mae nam chao phraya als schnellstes fortbewegungsmittel; der kuehlende
abendregen nach einem durchschwitzten tag auf der vom t-shirt befreiten
brust im hupenden und lauten abendverkehr; die ueberdimensionierten strassenplakatwaende
zum lob der koenigsfamilie; mein treffen mit marrits vorjahres-reisebekanntschaft
mark und seiner thailaendischen freundin; drei flachmaenner whiskey zu
je einem dollar auf einer dachterrasse ueber banglamphoo; der blick auf
den angeleuchteten grand palace in der naechtlichen ferne, stumm.
24.7.-26.7. SAIGON/HO-CHI-MINH-CITY (VIETNAM)
"Vernon Weitzel of the Australian
National University sends these 10 tips for successfully dealing with Vietnamese
officials, business people etc.:
1) Always smile and be pleasant.
2) Don't run around complaining
about everything.
3) If you want to criticise
someone, do it in a joking manner to avoid confrontation. (...)
5) Never show anger - ever!
Getting visibly upset is not only rude - it will cause you to lose face.
(...)
10) The mentality of officialdom
is very Confucian. Expect astounding amounts of red tape."
(Mason Florence/Robert Storey:
Lonely Planet Vietnam, 2001, p. 57)
nun also laecheln und nicht
boese sein. wo aber koennte jemand wie ich dies besser als im lande von
ho ho ho chi minh? freiheit, die ich meine! mal sehen, was sich hinter
der fassade, d. h. zunaechst mal dem hauptausgang des schnuckeligen flughafens
von saigon bzw. , seit der wiedervereinigung, die hier in sozialistischem
sinne stattfand, ho-chi-minh-city, verbirgt.
zunaechst mal genossin marrit,
die unseren ersten fuenf-tages-plan bereits vorbereitet hat. und also schlurfen
wir durch die schauer, die die regenzeit so mit sich bringt, an den ersten
sehenswuerdigkeiten entlang (reunification palace, kathedrale etc.), schluerfen
die ersten fruchtshakes und entdecke ich den aeusserst leckeren lemon rum.
nicht teilen kann ich die von christian brueckner so eindruecklich synchronisierten
anfangsworte aus "apocalypse now": "saigon. verdammte scheisse!"
mit hunderttausenden von
dong in der tasche (welch grossartiger name fuer eine waehrung resp. geld
- und der aufklaerungseffekt is a scho drin!), mich also wie ein millionaer
fuehlend (dabei hat ein euro gerade mal 17.000 dong), wartet am zweiten
tag der erste ausflug. zunaechst zum holy see-tempel der druchgeknallten
caodai-religion (1926 vom mystiker ngo minh chien - oder war es walt disney?
- als kleinster gemeinsamer nenner aller weltreligionen gegruendet), dann
zu den tunneln von cu-chi: hier bin ich subversionstheoretiker, hier darf
ich's sein!
denn der siegreiche vietcong
bzw. die nationale befreiungsfront des suedens (NLF) nutzten dreietagige
tunnelsysteme, um den von den amerikanern besetzten sueden waehrend des
kriegs zu unterwandern und die ueber den sog. ho-chi-minh-pfad, der westlich
von vietnam durch laos und kambodscha verlief, transportierten materialien
zu lagern oder weiterzutransportieren. etliche stories und einzelheiten
sind schwer beeindruckend, gerade im sinne meiner aktuellen arbeit, z.
b. dass die amerikaner schliesslich spuerhunde einsetzten, die am boden
rochen, um ueber die kleinen luftoeffnungen vietnamesische koerpergerueche
und damit die tunnel zu wittern - was die vietcong-kaempferInnen veranlasste,
sich mit amerikanischer seife zu waschen und amerikanische kleidung zu
tragen, also amerikanische gerueche zu verbreiten. bewege dich wie dein
feind und laufe doch in die entgegengesetzte richtung! noch tiefer graben,
noch mehr maulwurf sein. oder schlange?
schlangenwein trank ich
dann am abend mit einem trupp belgischer entwicklungshelferInnen - das
zeug schmeckt wie schnaps (bzw. fuer die belgierInnen: oude jenever) mit
ein paar tropfen suess-saurer sosse... die dazu gereichten froschschenkel
waren nicht so mein ding - in den kommenden tagen warten noch hund, schlange
und wasserbueffel auf mich. na denn: guten appetit!
mehr demnaechst. in der
hoffnung, dass es euch gut geht:
thomas
eine UEBERSICHT ueber alle
bisherigen mails von dieser seite enthaelt die grossartige homepage meines
bruders andreas unter http://www.andreasernst.com/Sonstiges.html#Thommy
Vietnam
solltest du KEINE weiteren
reiseberichte mehr erhalten wollen (es drohen, so ein wunder geschieht
und die technik mitspielt, evtl. auch fotos!), so schicke eine kurze remail
mit entsprechender botschaft ("lass mich in ruhe mit dem scheiss, du arschloch!"
z.b.)!
Gastbrief von Dirk von Gehlen, 30. Juli 2003
Danke !!!
Dir und Deiner Reise- und
Subversionsgenossin nur das Beste. Lemon-Rum und gute Laune wünsche
ich Euch und eine gute Zeit !!
Und zum Eingangszitat erreichen
mich diese Worte des großen Fernando Pessoa:
"Ein Mensch kann, wenn er
wahre Weisheit besitzt, das gesamte Schauspiel der Welt auf einem Stuhl
genießen, ohne lesen zu können, ohne mit jemandem zu reden,
nur seine Sinnen gebrauchend und mit einer Seele begabt, die nicht traurig
zu sein versteht (..). Die Reisen sind die Reisenden. Was wir sehen, ist
nicht, was wir sehen, sondern das, was wir sind."
Ganz und gar unweise auf
einem Stuhl sitzend grüsst der Dirk
4. Mail von Thommy, 1. August 2003
lieber andi,
zuerst nochmals den herzlichsten
dank fuer die famose homepage! da kommt ja einiges zusammen...
ansonsten habe ich es gestern
tatsaechlich geschafft, die bisherigen ca. 300 fotos auf eine CD zu brennen.
jetzt brauche ich noch einen internetladen, in dem ich von CDs infos lesen
kann. der, in dem ich grade hocke, kann das leider nicht. es muesste aber
in den naechsten tagen zu bewaeltigen sein und dann kann es passieren,
dass ich ein paar dateien (je nach format 150 oder 300 kb) rueberschicke,
ich muss mal sehen, wie die uebertragungsgeschwindigkeiten sind.
mehr dann demnaechst, morgen
nachmittag fahren wir wieder nach saigon, und dort werden wir dann revolution
museum besuchen - und wer kann sowas schon von sich sagen!? dir viel freude
und mindestens einen punkt in wolfsburg und gruesse an den richter-gerd
bei BO-total, ich habe leider vor meiner letzten berichtmail versaeumt,
seine emailadresse runterzuziehen, werde das aber gleich nachholen.
gruesse an alle und bis
bald (vermisse pommes marquardt, nun ja):
thomas
Gastbrief von Tina Konrad, 1. August 2003
Hallo Thomas,
ich wollte dir auch noch
schönen Urlaub wünschen. Außerdem werden Helmut und ich
dich am 9. August würdig im Ruhrstadion gegen den HSV vertreten. :-)
Muss nur mein Megafon (wie blöd sieht DAS denn aus? Aber is richtig,
hab extra nachgeguckt!) noch suchen! :-)
Ich wünsch dir noch
eine schöne Zeit!
Viele Grüße,
Tina
Hallo, lieber Thomas, liebe
Marrit,
wir grüßen Euch
herzlich an diesem Sonntag, der wieder einen herrlichen Sommertag bescheren
wird. In diesem Jahr können wir uns wahrlich nicht über den Sommer
beschweren. Seit Wochen ist es hochsommerlich, wir schwitzen und gießen
dann oben wieder hinein. Es kommt aus allen Poren wieder raus... Aber das
ist Sommer und das ist gut so. Wir erleben dies sonst im Urlaub an der
See oder so. Da ist es besser auszuhalten. Im Büro ist es schon hart.
Aber wir packen es schon, auch wenn wir verschwitzt sind. Am Wochenende
machen Mama und ich immer 2-3 Stunden Siesta, wie die Mittelmeerbewohner.
Mama dankt für Euren
Gruß recht herzlich. In diesem Jahr, weil nicht im Urlaub, haben
viele Menschen an sie gedacht. Sie ist noch ganz aus dem Häuschen.
Wann es zu einer gemeinsamen Feier kommen kann, ist terminlich schwer.
Das solltet Ihr klären, wenn Du wieder hier bist.
Gestern rollte der Ball
wieder. Der VfL verlor in Wolfsburg 2:3. Andi war da. Er wird wohl gleich
berichten.
Wir hoffen, dass auch Ihr
schöne Tage habt und gute Eindrücke gewinnt. Wir freuen uns schon
auf die Erzählungen. Soweit ein kurzer Sonntagsgruß.
Seid herzlich gegrüßt
mit den besten Wünschen für die nächste Zeit!
Mama und Papa
3. Antwort von Andi, 3. August 2003
Guten Morgen, guten Mittag
oder guten Abend, Ihr Zwei!
Es ist schon erstaunlich.
Grade eben nahm ich mir die Zeit und las alle Zeilen, die auf dieser Seite
stehen, noch einmal durch. Du bist nun 13 Tage unterwegs, und doch ist
es so, als würde ich mit einem Bein mit durch Vietnam wandern. Alles
so nah, und dann auch noch bebildert. Irgendwie "bizarr" (mein Lieblingswort
im Zusammenhang mit Deiner Reise), irgendwie "paradox".
Welche Zeit ist wohl gerade,
wenn Du diese Zeilen liest?
Wie war das? Als ob ich
mit einem Bein mitwandern würde? Also die Temperaturen, die Du grad
auf Deiner Haut spürst, die können wir im Pott auch problemlos
bieten. Es ist so unfassbar heiß, dass die Sonnenstrahlen Dein Gehirn
so aufheizen wie eine Sauna Deine Schweißdrüsen. Du kannst nicht
mehr klar denken, nur noch das Wort "Wasser" spukt durch Deinen Kopf. Und
ausgerechnet bei 35 Grad im Schatten hab ich mich erkältet. Ich hab
auch ein Talent für sowas.
Wie war das noch am Samstag?
Ich hatte Dir groß
angekündigt, dass ich um 17.30 Uhr vermutlich sehr deprimiert sein
werde. Irgendwie war ich das auch - aber irgendwie auch nicht. Die Jungs
haben einen besseren Eindruck hinterlassen, als ich das vermutet hätte.
2:3 in Wolfsburg, das ist doch ein beachtliches Resultat, zumal das 2:3
aus klarer Abseitsposition fiel. Wenn Du neben mir gestanden hättest,
100 Pro hättest Du Deine übliche Verschwörungstheorie (pro
VW, die haben mehr Kohle und mehr Einfluss blabla) ausgepackt. Und ich
hätte Dir widersprochen... Ich jedenfalls bin optimistisch. Allerdings
müssen die nun gegen den HSV punkten, ansonsten droht der absolute
Fehlstart. Mehr zu meiner Wolfsburg-Fahrt findest Du hier!
Wie war das noch in Bochum?
"Bochum Total" - das ist
echt ein sensationelles Vergnügen bei diesem Wetter. Die Veranstaltung
hat diesen Tag getoppt, und auch Du hättest Deine helle Freude gehabt
(ohne Dir jetzt den Mund wässrig machen zu wollen; aber Du sitzt grad
in einem Internet-Cafe in Vietnam, da wird die Sehnsucht schon nicht so
groß sein). Tina und Helmut waren erstmals (welch Schande!) in ihrem
Leben im Bermuda-Dreieck, und schwer begeistert. Nach dem HSV-Spiel werden
wir wohl glatt wieder hingehen. Gerd war mit seiner Frau da, und lässt
herzlich grüßen. Er hat sich die Fotos bestimmt auch schon angeschaut!
Wie war das noch mit den
Semesterferien?
Yes, die haben grad angefangen.
Aber aufgrund der Wolfsburg-Fahrt und des heutigen Arbeits-Sonntags hab
ich es noch nicht genießen können. Morgen bleibe ich bis 12
im Bett liegen, da Erkältung und das immer-unter-strom-sein doch sehr
geschlaucht haben. Dann werde ich in Ruhe die Zeit bis zu Deiner Rückkehr
planen.
Am Dienstag bin ich zum
Beispiel beim 1. FC Mülheim. Auftaktgeschichte. Kreisliga A. Staubiger
Ascheplatz anne Morrrrritzstraße. Willkommen in der Ruhrpott-Realität.
Dann doch lieber Vietnam!
* * *
Und nun noch - ANDI'S ERGEBNISDIENST:
1. Bundesliga:
Schalke - Dortmund 2:2,
Bayern - Frankfurt 3:1, HSV - Hannover 0:3, Hertha BSC - Bremen 0:3, Kaiserslautern
- 1860 0:1, Wolfsburg - Bochum 3:2, Gladbach - Köln 1:0, Rostock -
Stuttgart 0:2, Leverkusen - Freiburg 4:1. Mann des Tages: Hamit Altintop,
der zwei Granatentore für Schalke gegen Dortmund schoss. Ausgleich
für den BVB durch Amoroso in der 91. Minute!
2. Bundesliga:
Duisburg - Lübeck 2:1,
Mainz - Union Berlin 2:1, Bielefeld - RWO 1:3, Fürth - Unterhaching
2:4, Cottbus - Trier 2:3, Burghausen - Aachen 1:1, Ahlen - Osnabrück
0:1, Aue - Regensburg 0:1, Nürnberg - KSC IST ERST AM MONTAG
Lokalfußball:
VfB Speldorf - VfB Bottrop
6:0, Lohberg - Union 3:4, MSV 07 - Hamborn 07 II 7:6, Mintard wird beim
Kettwiger Turnier 2., Vatan gewinnt Turnier bei TB Oberhausen (... und
schlägt dabei Adler Osterfeld II/Landesliga). Ali: "Wir haben allen
eine Lektion erteilt!"
Aktuelle Politik:
Schau nach bei spiegel.de.
* * *
Nun denn...
... das wärs für
heute. Ich hoffe, Dein Durst nach guter Literatur (*hüstel*) und aktueller
sportlicher Berichterstattung aus dem Pott ist gelöscht.
Nur Deinen Hunger nach Pommes
(den Du seltsamerweise in fast jeder Mail erwähnst, wusste gar nicht,
dass die Marquardts Dir so am Herzen liegen), den kann ich nicht stillen!
Aber eins verspreche ich Dir: Wenn Du Zeit hast, dann kommt direkt am 23.
August eine Phosphatstange Pommes-Schranke auf den Teller!
Viiiiiiele Grüße
an Marrit
von
Andi
5. Mail von Thommy, 9. August 2003
hallo, ihr schwitzenden!
das scheint ja wirklich
eine ziemliche hitzewelle bei euch in europa zu sein, wie es mir aus den
unterschiedlichsten mails entgegenschallt - hier haben die regenschauer
schon seit einer woche nachgelassen und wir schwitzen und sonnenbranden
also auch entsprechend, mit dem unterschied, dass hier die innenraeume
wenigstens auf die hitze eingestellt sind (mit ventilatoren und klimaanlagen
allerorten). ansonsten sind wir von saigon nach da lat, von dort nach nha
trang weitergereist und inzwischen nach einer elfstuendigen nachtbusfahrt
in der mitte des landes, in hoi an (in der naehe von danang) angekommen.
morgen werden wir einen motorradausflug nach my son und danang machen,
und uebermorgen weiterreisen nach hue, von wo aus wir in weiteren vermutlich
zwei oder drei tagen nach hanoi und also in den norden weiterduesen. mehr
ueber das bisherige in meinem tagebuch, das ich gleich einzutippen und
wegzuschicken versuchen werde.
ansonsten werde ich natuerlich
gleich gedanklich im ruhrstadion sein - hier im hotel prangte mir doch
tatsaechlich von der ersten seite der oertlichen sportzeitungein balkendiagramm
mit den anstehenden toto-tipps entgegen, und auf platz acht der weltweiten
partien stand bochum gegen hamburg (hier wird vor allem auf unentschieden
gesetzt...). mehr also hoffentlich in anderthalb stunden - in der hoffnung,
dass es euch gut geht und mit lieben gruesse von marrit, die sich zum strand
verdrueckt hat:
thomas
4. Antwort von Andi, 9. August 2003
Die Eindrücke, lieber
Thommy,
die Eindrücke, die
Du aus den Mails aus Europa gewonnen hast, die täuschen nicht!
Wie Du weißt, haut
mich die Hitze nicht so schnell um, aber dennoch möchte ich die Temperaturen
der letzten drei Wochen als "mörderisch" bezeichnen. Schau Dir meinen
Eintrag vom 3. August an, als nur noch das Wort "Wasser" durch meinen Kopf
spukte, und jetzt stell Dir vor: Es ist noch heftiger geworden. Als Du
geflogen bist, hätte ich niemals vermutet, dass ich in meinen Nachrichten
an Dich zuerst übers Wetter reden würde, aber das bestimmt wirklich
hier - ungelogen - das gesamte Zusammenleben in Mülheim.
Glücklich sind natürlich
diejenigen, die sich grad im Urlaub befinden und zur Abkühlung ins
Meer springen können. Doch die armen Schweine, die arbeiten müssen
(so wie ich), die dürfen zurecht jammern (bilde ich mir ein). In unserer
Redaktion sind es immer minimum 33 Grad (die WAZ kann sich keine Klimaanlage
leisten). Und da soll unsereiner vernünftige Texte schreiben!!?!?!
Aber Schluss mit Arbeit
und Wetter, lass uns lieber über wirklich wichtige Dinge wie den VfL
reden. Nach zwei Spielen mit einem Punkt und 3:4 Toren dazustehen, ist
sehr mager. Und weißt Du warum? Erstens, weil wir nun in München
spielen, und das Ding ohnehin verlieren. Zweitens, weil die Bayern nach
dem 3:3 in Hannover mit Wut im Bauch spielen, und drittens, weil ROY MAKAAY
(der ja in Spanien "nur" 29 Tore geschossen hat) sein erstes Spiel im Bayern-Trikot
mit der Nummer 10 bestreitet (der Transfer ist für 17,75 Millionen
Euro über die Bühne gegangen). Also wenn das keine Klatsche gibt...
daher werde ich dieses Spiel vor dem Fernsehgerät und nicht im Olympiastadion
verfolgen... Für den HSV-Spielbericht brauchste nur HIER
zu klicken (schöne Grüße von Gerd übrigens!).
Ansonsten verfolge ich fleißig
Deine Route auf der Weltkarte... bin gespannt auf Deine Dia-Show!
* * *
Ganz schön gut scheinen
übrigens die örtlichen Zeitungen in Vietnam zu sein! Sensationell,
dass wir das achtwichtigste Fußballspiel des Wochenendes auf der
ganzen Welt (!) gesehen haben, aber dass die dann noch das Unentschieden
vorhergesehen haben. Hut ab... wobei auch die letzten beiden Spiele zwischen
dem VfL und dem HSV 1:1 ausgegangen sind. War wohl doch nicht so schwierig.
Okay, Du scheinst ja eigentlich
ganz gut auf dem Laufenden zu sein, aber die Bundesliga-Ergebnisse liefer
ich Dir hier trotzdem nochmal brühwarm:
1. Bundesliga, 2. Spieltag
Hannover - Bayern 3:3 (3:1),
Tore: Stajner, Krupnikovic, Christiansen - Ballack, Pizarro, Hargreaves
(92. zum 3:3), Freiburg - Rostock 2:2, VfL - HSV 1:1, 1860 - Schalke 1:1,
Dortmund - Wolfsburg 4:0, Köln - Kaiserslautern 1:2, Bremen - Gladbach
1:1, jeweils morgen spielen: Frankfurt - Leverkusen und Stuttgart - Hertha.
Im Mülheimer Sport
ist immer noch total tote Hose... besonders großartige Dinge hab
ich also nicht getan, sondern nur vor mich hin geschwitzt.
* * *
... wie in meinem VfL-Artikel
zur Verabschiedung schon erwähnt, werd ich jetzt ein kühles Bad
nehmen (oder mir zumindest den Körper mit Eiswasser einreiben). Man
ist das krass.
Dir noch schöne Resttage
in Vietnam. Ich hoffe, dass Du noch den einen oder anderen Tagebucheintrag
rüberwachsen lässt. Und wenn ich das nächste Mal den VfL
sehe - dann bist DU auch dabei!!!
Gruß an Marrit von
Andi
6. Mail von Thommy, 10. August 2003
halloechen,
nur noch ne kurze zwischenmeldung
aus dem auch recht heissen vietnam: weils hier in hoi an abends computerprobleme
gibt und also das schreiben von mails in email-lokalen eine recht frustrierende
angelegenheit sein kann (...), versuch ich's heute abend noch mal - sonst
muesst ihr euch wohl noch weiter gedulden. mit dem vfl-punkt ganz gut leben
kann der groesste vfl-fan aus vietnam:
tommi
7. Mail von Thommy, 11. August 2003
"Ein Mensch kann, wenn er
wahre Weisheit besitz, das gesamte Schauspiel der Welt auf einem Stuhl
geniessen, ohne lesen zu koennen, ohne mit jemandem zu reden, nur seine
Sinnen gebrauchend und mit einer Seele begabt, die nicht traurig zu sein
versteht (...).
Die Reisen sind die Reisenden.
Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern das, was wir sind."
(Fernando Pessoa: Das Buch
der Unruhe, Neuauflage 2003)
26.7. - 2.8. CAN THO/MEKONG-DELTA
der erste des pessoa-zitats
(danke, dirk!) nutzt fragliche begriffe: weisheit, sinnen, seele - der
zweite teil aber erscheint mir umso interessanter: meine reise bin ich,
das "fremde land" ist mir nichts mehr als ein (leicht verfremdender) spiegel,
narziss in vietnam? meine alten skrupel gegen den ueblichen backpacker-idealismus,
in der "fremde" etwas "neues", "schoenes", "unbekanntes", "echtes", "authentisches"
"erfahren" zu koennen. doch niemand, der hier mit "moto-bike?", "where
do you come from?", "where are you going?" oder - lustigerweise - manchmal
auch "what is my name?" angesprochenen wohlstandsreisenden wird je seine/ihre
herkunft, sozialisation und die damit verbundene monetaere kraft und somit
zugleich vorhandene neokoloniale position an irgendeiner gedanklichen oder
gar realen garderobe abgeben resp. aufhaengen koennen. waer ich doch nur
auf dem stuhl hocken geblieben - kant hat auf diese weise immerhin eine
"kritik der reinen vernunft" und, politisch lieblicher!
, auch noch einen
entwurf "zum ewigen frieden" in die welt gewuchtet. aber gut: ich wollte
ja unbedingt dorthin, wo man sich eis ins bier schuettet.
bzw. bier ins eis: nachdem
ich tagsueber im uebervollen minibus fuenfstuendig von saigon nach can
tho richtung sueden durch das mekong-delta und also coppola-apocalypse
now-landschaften (allerdings gluecklicherweise ohne napalm-flackern darueber;
was wir sehen ist, was wir bereits sahen) getuckert war, um zu marrits
arbeitsplatz in der 330.000-einwohnerInnen-stadt zu gelangen, stand abends
noch eine erste begegnung mit marrits schuelerInnen auf dem programm. und
tatsaechlich, wie in saigon wird das (tiger) bier auch hier mit eis gekuehlt,
allerdings im glas. der unterschied: hier wird zunaechst ein ganzer eisblock
pass- und fachgerecht ins glas gefummelt, in dessen mitte ein schmaler
spalt platz laesst fuer ein bisschen bier. so schmeckt das ganze verdaechtig
nach ruhrgebiet: moritz fiege, dab, stern und brinkhoffs und wie die heimischen
grusligkeiten allesamt heissen.
auch viel zu stark an heimische
gefilde erinnert der uns nahegebrachte brauch, zur verkoestigung des eisbieres
bzw. biereises zunaechst sich, dann das glas (bzw. denbruchsicheren plastikbecher,
lecker!) zu erheben,um schliesslich einen lauten, nach "Yoooo!" klingenden,
kollektiven schrei auszustossen. na denn prost!
aber warum auch bierschluerfen
in fernost? vietnam scheint vielmehr ein land der tee- und kaffeefreuden
zu sein, und also fuehren wir uns quasi taeglich mindenstens einen eis(!)kaffee
zu: der besteht aus diesmal gestossenem eis, einer unteren schicht kondensmilch,
einer darueberliegenden schicht kaffee und einem darin steckenden strohhalm
nebst langem loeffel zum umruehren, eiszerhacken und also manuellem zeitvertreib.
ist das verfluessigte ausgeschluerft,
wird der bereits zu beginn der aktion zum ziehen bereit gestellte tee ueber
die reste geschuettet. "und wieder ist ein schwerer tag vollbracht." (element
of crime)
letzte anmerkung zum thema
trinken: wir haben natuerlich oftmals zur streberversion mit baileys gegriffen,
doch erstens hat das ja niemand gesehen und zweitens habe ich den baileys-eiskaffee
ja auch auf einem stuhl sitzend genossen. (q.e.d.)
es erwies sich aber als
ziemlich angenehm, nicht nur auf die ueblichen angehoerigen der tourismusindustrie,
sondern eben auch auf jenen anderen teil der bevoelkerung zu treffen, der
in marrits schule das englische auch aus durchaus anderen motiven paukt,
denn billige fahrten mit tuk-tuks zu verscherbeln. wenngleich die in uns
natuerlich auch wieder "die europaer" sahen und also natuerlich wieder
"ihr land" (wem gehoert das eigentlich?) ziemlich selektiv vorstellten.
in jedem fall wurden wir zu einem sonntagsausflug ausgefuhert, in dem wir
u.a. eine einfuehrung in die vietnamesischen esssitten erhielten, und dieses
wort (ESSSITTEN) ist natuerlich ziemlich bescheuert, sieht nach der rechtschreibreform
jedoch ziemlich witzig aus, weshalb es unbedingt in diesen text gehoert.
auch witzig sind naemlich teile des von euch zum mitschreiben bzw. eher
rueberkopieren im folgenden aufgefuehrten:
zum fruehstueck ist es aeusserst
ueblich, die suppe pho zu futtern (ausgesprochen etwa phoeh), mit verschiedenen
gemuesen, nudeln, rind- oder schweinefleisch darin, sowie auf separaten
tellern bereit gestellten gewuerzen, sossen und verschiedenem gruenzeug
(wie z.b. minzblaettern), die zum rumpanschen und also zur geschmacksoptimierung
dienen. das ganze wird mit chop sticks (dt.: staebchen) gegessen, und das
mag euch nun komisch erscheinen, ist fuer mich aber inwischen aeussert
"normal" (tusch! huestel!).
zum mittagessen versammeln
sich kombinat, kommune, familie und/oder freundeskreis dann in etwa 5-10koepfiger
runde um einen tisch, auf dem sich durchscnittlich drei poette mit unterschiedlichem
fluessigem inhalt befinden, der durch die darunter bruzeelnden flaemmchen
zum kochen gebracht wird (so fondue-maessig). die um lustigen ess/plauder/geselslchaftsspiel
versammelten schmeissen dann nach lust und laune (oder prinzipien, die
sich mir noch nicht echt erschlossen haben - eine ethnografische arbeit
wartet auf die toepfe bzw.umgekehrt; oder kochen mit biolek mit familie
nguyen aus can tho/vietnam?) die bereits eifrigwartenden ingredienzien
in die toepfe werfen: fleisch,gemuese, nudeln, sossen, gewuerze (reis steht
natuerlich separat bereit).
wie individualistisch und
also europaeisch ist es doch, gemeinsam ein restaurant zu ueberfallen und
aber von getrennten tellern, aus unterschiedlichen toepfen und ueberhaupt
unterschiedliches zu essen. so wird der sozialismus zwischen lissabon und
berlin nicht vorankommen! also: poette teilen und volxkuechen voran!
noch ein bisschen mehr ins
detail: beim zu essenden handelte es sich einerseits um interessantes wasserbueffel-fleisch
(irgendwie wie rindfleisch, was "nahe" liegt) und andererseits um den ersten
und hoffentlich zugleich letzten von mir selbst gefangenen fisch (nachdem
ich bereits drei mal die angel zur seite gelegt hatte und sie mir immer
wieder von neuem von unserer ausflugsleitung in die hand gedrueckt worden
war, zappelte ploetzlich ein ganz schoener oschi an der leine - wie soll
ich mit dieser schuld leben?). in jedem fall habe ich mich dann - nachdem
auch schliesslich huehnerkrallen im topf gelandet und von einem begleiter
ausgesaugt worden waren - einfach aus protest und irgendeinem unwohlsein
um schlangen- und hundefleisch gedrueckt. ob aber europaeisches computerdesignetes
und EU-genormtes fleischimitat eine bessere alternative darstellt, das
soll bitteschoen otfried fischer entscheiden. oder von mir aus auch die
wildecker herzbuben.
hauptfortbewegungsmittel
in vietnam sind motorraeder, die nach einheimischer auskunft in zwei modellen
zu 1000 bzw. 2000 dollar, gebraucht auch ab 500 dollarn, zu erwerben sind.
beeindruckend, wie sich so manche vierkoepfige familie auf den zweischaligen
maschinen fortbewegt. und auch ich habe auf dem "geschuetzten gelaende
der alma mater" (wolf wagner, erfurt), dem campus der uni can tho, meine
erste fahrstunde bekommen, und mich noch nicht mal auf die schnauze gelegt,
was ja leider schlechte familientradition ist (born to be wild?). wer weiss,
was mir noch blueht in den kommenden tagen...
uebrigens auffaellig, dass
- waehrend europaerInnen teure flugreisen antreten, um ihre haut zu braeunen
resp. zu verbrennen - hier im sonnenreichen vietnam helle haut als schoenheitsideal
gilt, weshalb die motorradfahreri(!)nnen (DIE nun wieder!) tuecher vor
dem gesicht und lustige zusaetzliche "handschuhaermel" tragen. schoenheitsideale?
und durch wen warum definiert? kategorien geraten im interkulturellen vergleich
doch noch leichter ins taumeln. und gestern noch in meiner re-lektuere
von meineckes "tomboy" ausgerechnet die folgende stelle gefunden: "Selbst
auf postkolonialen suedostasiatischen Transvestiten-Schoenheitswettbewerben
war es gar keine Frage, dass alle auch nur im entferntesten aussichtsreichen
Kandidaten wie weisse, angelsaechsische, protestantische, mittelstaendische,
heterosexuelle, kurzum wie westliche US-Amerikanerinnen aussehen mussten:
The global American otherness, in aller Welt imaginiert, in aller Welt
beschworen." (Thomas Meinecke: Tomboy, S. 209)
zwischen den kulturen: ein
mittagessen bei marrits kollegInnen david (australien, christ) und tuyet
(vietnam/australien, buddhistin), zusammen mit jhitin (indien, freundin
in saigon); einer von davids und tuyets soehnen wird bald in kanada eine
pakistanerin heiraten und zum islam konvertieren; sie sprechen ueber einen
australischen kollegen (der wirklich "james stewart bond" heisst), der
bald eine seiner vietnamesischen studentinnen heiraten wird; unsere gespraeche
ueber den englaender mark und seine thailaendische freundin (strenge protestantin
uebrigens!); mike und seine "geliebten" in laos und thailand. der besuch
bei huyen, marrits betreuerin in can tho, die ein promotionsstipendium
fuer die usa ablehnte, um mit ihrem mann, einem maschinenbau-dozenten an
der hiesigen uni, der einst anderthalb jahre in den niederlanden studierte
(im wohnzimmer tatsaechlich poster von tulpenmeeren und windmuehlenstatuetten
auf dem schrank), ein kind zu zeugen und ein haus zu bauen. ja und !
marrit selbst zwischen
europa und asien, zwischen hechtel und can tho, zwischen bruessel und bangkok.
und ueber all dem wie ein bedrueckender morgennebel die fortdauernde behauptung,
dass das verschwinden in andere (geografische? kulturelle?) raeume auch
nur eine ausflucht ist. eine ausflucht, die in unseren (kulturellen?) raeumen
auch nicht zu finden waere. was troestet also (fernab von einem doch vollrohrfalschen
dasein als james bond, lemon rum schluerfend allabendlich auf einer terasse
in fernost)?
vielleicht bleibt nur die
reflexion der verschiedenen formen des verschwindens - und vor allem eine
analyse jener verhaeltnisse und lebensformen, die auf diesen fluchtwegen
eingegangen werden. und vielleicht sind diese drei formen der flucht -
der sextourismus richtung "billiglohnlaender" (die begriffe gehoeren wohl
eng zusammen); der backpackerglaube an die "bessere" form des reisens;
der neokoloniale bohemian-style auf hotelterrassen - doch nur drei seiten
derselben pyramide, die - erst einmal geworfen - doch niemals auf der spitze
irgendeiner erkenntnis im sand der tristen weltlage steckenbleiben wird
und also etwas neues bzw. "besseres" anzeigen koennte. abgesehen davon,
dass ich dieses bild jetzt auch nicht mehr verstehe, will ich vielleicht
gar nichts neues sagen, sondern bloss: es gibt kein richtiges reisen in
einer falschen welt.
es krabbelte uebrigens gerade
ein gecko ueber meinen bildschirm, aber das nur so am rande.
jedeR nach seinen/ihren
beduerfnissen: seit 1986 hat sich die sozialistische republik vietnam dem
kapitel in deutlichster form geoeffnet. extravagante waterparks, schicke
westliche hotelanlagen, kentucky fried chicken-filialen, luxus-supermaerkte
- und das alles koexistent neben den baeuerlichen genossenschaften und
in einem einparteienstaat, der zudem die einfuhr marxismuskritischer buecher
und pornografischer filme aus dem westen unterbindet. so mischt der kapitalismus
halt ueberall irgendwie mit, selbst in "sozialistischen bergdoerfern" im
vietnamesischen hinterland, wie der foenfrisuren-autor christian kracht
im spaeter unten folgenden zitat ausnahmsweise mal zutreffend beschrieb.
was sich bei uns also einst
als "soziale marktwirtschaft" etikettierte, waere hier also als "marktwirtschaftlicher
sozialismus" zu bezeichnen, dessen akzeptanz offenbar recht gross zu sein
scheint, wie mir von vielen seiten bestaetigt wurde. und immer mehr vietnamesInnen
wollen englisch lernen und also an den neuen einfluessen partizipieren.
wohin das dereinst fuehren wird? vermutlich in den spaeten, aber endgueltigen
triumph amerikanischer prinzipien auf bombenlosem wege. ding dong!
ein anderer effekt der globalisierung:
die faber-sekt-flaschen in den regalen eines der neuen supermaerkte in
can tho ("Please leave your bags here!"). was zu meiner oberstufenzeit
als billige rauschalternative galt, wird hier als europaeische spitzenspezialitaet
gehandelt. und was kauften wir? pepsi-cola! also auch mal wieder ganz vorbildlich
den verfuehrungen der globalisierung kein schnippchen geschlagen.
"Ich stieg aus, um Luft
zu schnappen und mir ein bisschen die Beine zu vertreten. Auf der anderen
Seite der Strasse, etwas weiter hinten, an einer Boeschung, stand eine
Lehmhuette. Sie war einfach gebaut, auf Stelzen, wegen der Ueberschwemmungen
hier in der Gegend. Ein seltsames, fiependes Geraeusch drang aus der Huette.
Ich ging hin, klopfte vorsichtig an und konnte erst nichts erkennen, da
es jetzt voellig dunkel war. Drinnen brannte eine Kerze, und ich sah, wie
ein alter Mann sich sehr intensiv auf etwas zwischen seinen Fingern konzentrierte.
Er ruckelte mit dem duennen Oberkoerper hin und her, und ich dachte, dass
er vielleicht betet und wollte nicht laenger stoeren, als ich ploetzlich
erkannte, was der alte Mann da in der Lehmhuette machte. Er spielte mit
einem Nintendo-Gameboy."
(Christian Kracht: Der gelbe
Bleistift; darin: Zu frueh, zu frueh. Vietnam 1992. S. 124;
heute haben uebrigens die
meisten laendlichen holzhuetten antennen, fernseher und pc's, die bevorzugt
zum abspielen asiatischer musik-dvd'en benutzt werden. zu spaet, zu spaet.)
8. Mail von Thommy, 19. August 2003
liebe leute,
viel laenger als erwartet
hat es gedauert, bis ihr diesen zweiten teil meines vietnam-reiseberichts
erhalten habt. das hatte vielerlei gruende: hitze (die ihr wohl auch hattet)
und dadurch verursachte denkunfaehigkeit, staendiges unterwegssein (wir
haben inzwischen die stationen saigon II, da lat, na thrang, hoi an, my
son, marble mountains, hue, demilitarized zone, hanoi, halong bay, cat
ba island hinter uns gebracht), das (nicht-)funktionieren des internets
(das internet in seinem lauf haelt nur der sozialismus auf) und natuerlich
mein altes problem, dass ich schreibend einfach kein ende finden kann.
daher nun der bislang fertiggestellte zweite teil, der sich noch auf die
erste station can tho/mekong-delta bezieht, aber bereits einen guten einblick
in die hiesigen ablaeufe des reisens gibt. am freitag, um 8.30 uhr, werde
ich dann in duesseldorf landen - und hoffentlich in den folgetagen noch
einen dritten bericht mit fotos senden koennen. ab dann bin ich uebrigens
auch ger!
ne wieder mit promotions-,
LK-, film-, theater-, text-, treff- und kick-aufgaben ueberbelastbar...
und noch zwei wichtige hinweise:
1. auf der homepage meines
bruders findet ihr inzwischen (neben einigen fussball- und ruhrgebietsspezifischen
kommentaren...) auch fotos, schaut gerne nach unter
http://www.andreasernst.com/Sonstiges.html#Thommy
Vietnam
2. ich danke insbesondere
fuer die zahlreichen, freundlichen und kommentierenden mails, die ich allerdings
kaum beantworten konnte - daher auf diesem wege ein dank an die eltern,
natuerlich den grossen webmaster andi, tina, gerd klumpe, gerd dembowski,
bettina, dirk, karsten, christian, jan (waren doch nur kleinigkeiten, die
ich dir nach meiner rueckkehr durchgebe!), uwe, maren, stefan, birgit (hummel
hummel!), susanne, petra, andres, thomas durchschlag, thomas mader, alexandra,
natalie und melanie! ich hoffe, dass ihr bald mehr von mir hoert!