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30.6.2005
Mit Klauß und Lussu kam der Erfolg zum Blötter Weg
VfB Speldorf kehrt nach 21 Jahren in die Liga zurück

Ein ganzer Verein, nein, sogar eine ganze Stadt fieberten dem 22. Mai 2005 entgegen. Nach 21 Jahren schaffte der VfB Speldorf aus Mülheim an der Ruhr die Rückkehr in die Oberliga. 1700 Zuschauer feierten den 2:0-Sieg im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf II. 63 Punkte, der zweitbeste Angriff, die mit Abstand beste Abwehr - Anzeichen für einen verdienten Aufstieg.
Jahrelang hatten die Grün-Weißen alles für den Aufstieg getan. Sie verpflichteten namhafte Trainer wie Dirk Pusch oder Frank Kurth - ohne Erfolg. Sie holten oberligaerfahrene Spieler en masse zum vereinseigenen Stadion am Blötter Weg - ohne Erfolg. Sie schlabberten den kompletten Unterbau, so dass die Reserve nur noch in der Kreisliga B und alle Jugendmannschaften lediglich in der Stadtliga spielen - ohne Erfolg.
Im Januar 2004 dann der Wendepunkt, Ex-Profi Michael Klauß (34, Bochum, Uerdingen) übernahm das Amt des selbst mitspielenden Sportlichen Leiters. Zunächst fungierte er ein halbes Jahr als Spielertrainer, bevor er dann Piero Lussu (früher Osterfeld) das Coach-Zepter überließ. Die beiden leisteten sich bei der Auswahl der Neuzugänge keine Fehler. Während der Saison gingen nur drei Spiele verloren.
Nun ist ganz Mülheim heiß auf die Oberliga. Während der Vorstand vorsichtig mit 700 Zuschauern im Schnitt kalkuliert, ist Lussu (54) da euphorischer. "Ich würde mich über 1000 freuen. Wir hatten in der Verbandsliga mehr Zuschauer als die meisten Oberligisten", sagt er. Als Minimalziel gibt Lussu den Klassenerhalt aus, aber er meint auch: "Mein größter Wunsch ist ein einstelliger Platz."
Lediglich zwei Stammspieler sind gegangen. Der Kader ist immer noch gespickt mit oberliga- und teilweise regionalligaerfahrenen Spielern wie Yasar Kurt und Andreas Przybilla. Bekannt sind auch die Neuzugänge Thorsten Schmugge, Stanislav Tesic (beide Ratingen 04/ 19), Florian Theißen (MSV Duisburg Am.), Can Bögüs (Adler Osterfeld) und Krysztof Benedyk (1. FC Kleve). Außerdem ergänzt Damiano Schirru (Sardegna Oberhausen) den mit 19 Spielern knapp besetzten Kader, dessen Herzstück die Abwehr mit Stefan Janßen, Christian Flöth und Can Bögüs sein soll. Dennoch will der VfB mit offensivem Fußball sein Ziel erreichen. "Doppelpässe, Kombinationen, intelligentes Spiel", predigt der unumstrittene Lussu immer wieder. Die Speldorfer haben sich auf einen längeren Aufenthalt in der Oberliga eingestellt.
Andreas Ernst

Kicker-Premiere

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21.11.2005
Manager Klauß mit tollem Kurzzeit-Comeback
Speldorfs Zwischenbilanz ist positiv - neues Stadion in der Planung

Die "35" ist bei den Fans des VfB Speldorf im Moment die Lieblingszahl. Sie prangt auf dem Rücken von Michael Klauß. Der Manager des Mülheimer Oberliganeulings trägt sein Alter auf dem Trikot und liefert das erstaunlichste Comeback der Saison. Drei Spiele, zwei Tore, herausragende Leistungen ­ das ist die tolle Bilanz des Ex-Profis (Bochum, Uerdingen). Ein- bis zweimal pro Woche hielt sich Klauß fit – um im Notfall eingreifen zu können.
Not hatte Trainer Piero Lussu schneller als erwartet. Cemal Kelle fehlte gesperrt, Torsten Jablonski gehört zu den Langzeitverletzten und das Ersatz-Sturmduo Krzysztof Benedyk/ Admir Hajdarevic stand wochenlang neben sich. "Der Trainer wollte ein Zeichen setzen", sagt Klauß. "Und man versperrt sich dagegen nicht", ergänzt er und schmunzelt danach. Ein Sprinter ist er nicht mehr, aber immer noch ein spielstarkes Schlitzohr. Klauß erzielte das 1:0 gegen Solingen (Endstand 3:2) und das Tor zum 1:1- Endstand bei Alemannia Aachen II.
Nun hat Kelle seine Sperre abgesessen – und Klauß rückt sportlich ins zweite Glied zurück. Dann kann er sich wieder mehr um die Zukunft des Vereins kümmern. Dass der VfB in der Gegenwart so gut dasteht, hätte der Manager selbst nicht erwartet. Die Fans strömen in Mengen – im Schnitt kamen bisher 950 zum Blötter Weg. Die Mannschaft steht auf Platz elf und begeistert zu Hause mit Offensivfußball. Und selbst die Stadt Mülheim, die alle Fußballvereine jahrzehntelang links liegen ließ, wird auf den erfolgreichen Klub aufmerksam.
Im Rathaus entsteht deshalb gerade eine Machbarkeitsstudie für ein neues Fußballzentrum in der malerischen Mülheimer Ruhraue mit einem Stadion und drei Trainingsplätzen. "Es ist toll, dass Stadt und Politik Gefallen an uns gefunden haben", sagt Klauß, der das Projekt engagiert vorantreibt. Der VfB ist für den gebürtigen Mülheimer nicht nur ein Job, sondern auch eine Herzensangelegenheit ­ ob im Anzug auf der Tribüne oder im Trikot auf dem Rasen.
Andreas Ernst

Im November

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8.12.2005
Marc Peters nutzt Nijhuis-Patzer

Gregor Nijhuis erlebte gegen den MSV Duisburg alle Höhen und Tiefen eines Fußballspiels. Parierte der VfB-Torhüter in der ersten Hälfte noch einen von Janas geschossenen Foulelfmeter bravourös, so war er nach der Pause entscheidend am Duisburger Siegtor beteiligt. Einen Freistoßball von Bodzek ließ Nijhuis genau auf Marc Peters abprallen, der nur noch abstauben musste. Der Sieg der Gäste war allerdings völlig verdient. Ihre sichere Abwehr ließ kaum Speldorfer Möglickeiten zu, Schmugges Schuss an den Innenpfosten war die einzige klare Gelegenheit der Mülheimer. "Unsere schwächste Leistung seit langem", wollte VfB-Trainer Piero Lussu denn auch nichts beschönigen.

MSV-Spiel

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19.12.2005
Torhüter Nijhuis verhindert Debakel

Mit dem völlig ungefährdeten Erfolg beim Aufsteiger holte sich Gladbachs Reserve die am Freitag an Kleve verlorene Tabellenführung zurück. Die Borussen waren den ersatzgeschwächten Speldorfern in allen Belangen überlegen, kamen mühelos zu ihren Treffern und hätten noch weit höher gewinnen können. Torhüter Nijhuis verhinderte für den VfB Schlimmeres. Kelles Tor zum 1:3 war die erste klare Möglichkeit der Gastgeber.

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30.1.2006
Lussu freut der Konkurrenzkampf

Noch im Oktober hätte die Stimmung beim VfB nicht besser sein können. Die Mülheimer standen als Zehnter sieben Punkte vor einem Abstiegsplatz, die Zuschauer strömten zum Blötter Weg und das Umfeld träumt seitdem von einem neuen Stadion und der Regionalliga. Doch nur drei Monate später ist die Realität eine andere: Nach vier Niederlagen in Folge und Yurdumspors Rückzug ist der VfB punktgleich mit einem Abstiegsplatz. Ein Grund zur Panik? Nein.
"Unser Potenzial ist groß genug. Wir werden unser Ziel Klassenerhalt sicher erreichen", sagt Speldorfs unumstrittener Trainer Piero Lussu. Ihm stehen dafür vier neue Spieler zur Verfügung. Nach Angreifer Torsten Jablonski (Adler Osterfeld, bis 2007) erhielten Mladen Kovacic (Mittelfeld/vereinslos), Fabrizio Iaia (Angriff) und Said Daftari (Mittelfeld/beide Yurdumspor) einen Kontrakt bis Saisonende. Zum Training kommen 19 gesunde Spieler und nicht - wie kurz vor der Winterpause - maximal zwölf.
Im Testspiel beim SV Schermbeck (3:0) zeigte der VfB eine gute Frühform. "Alle geben im Training zehn Prozent mehr. Es ist wieder Konkurrenzkampf da", freut sich Lussu.

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16.3.2005
Klauß: Wir brauchen einen Saukerl
Prekäre Lage nach Beeck-Debakel

Als der VfB Speldorf vor der Winterpause in der Tabelle nach unten durchgereicht wurde, war das für Trainer Piero Lussu und Manager Michael Klauß eine Verkettung unglücklicher Umstände mit Verletzungen, Sperren, Pech. Das Jahr 2006 begann jedoch kaum besser. Dem 2:2 gegen Bocholt folgten der Sturz auf den vorletzten Platz und das 0:3-Debakel im Kellerduell gegen Wegberg-Beeck. Auch die Zuschauerzahlen gehen nach unten. Deshalb mussten auch die Verantwortlichen feststellen: Der VfB ist in einer Krise.
Trotz der prekären Lage stellt sich Klauß weiterhin vor Mannschaft und Trainer. "Der ein oder andere kommt mit dem Druck nicht klar. Die Mannschaft ist vielleicht zu nett. Wir brauchen einen Saukerl, der zeigt, dass nicht alles Tutti Frutti ist", sagt der Ex-Profi. Den Trainer stellt er nicht in Frage. "Wir haben vor kurzem den Vertrag verlängert, um Ruhe zu haben." Lussu hatte an der Blamage gegen Wegberg-Beeck schwer zu knacken: "Die Mannschaft trainiert ordentlich und dynamisch, hat im Spiel aber Blei in den Gliedern."
Unabhängig von der sportlichen Situation verpflichten Klauß und Lussu schon fleißig Spieler für die nächste Saison. Michael Krakala (RW Essen II), Christof Ulrich (1. FC Viersen), Andreas Mansfeld (Hamborn 07) und Sven Schmidt (Mülheim 07 Junioren) erfüllen alle die U-23-Regel.

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10.4.2006
Starker Ferreira führt den VfB zum Sieg

Der VfB Speldorf kam im Abstiegsduell gegen den FC Junkersdorf zu einem völlig verdienten Sieg. Als bester Mann auf dem Platz war Offensivspieler Ferreira an beiden Treffern maßgeblich beteiligt. Beim 1:0 nahm er Holzbrecher am Strafraumrand den Ball ab und legte für Benedyk optimal auf. Das 2:0 markierte Ferreira nach Kelles Flanke per Kopfball selbst.
Von den Kölnern, erstmals unter Trainer Jerat, war 75 Minuten lang wenig zu sehen. Erst danach wachten sie auf, mehr als Eulers Pfostenschuss (77.) sprang jedoch nicht heraus.

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10.8.2006
Speldorf im Glück, Essen scheitert an Nijhuis

Gegen klar überlegene Essener kamen die Mülheimer zu einem äußerst glücklichen Erfolg. "Der ETB hätte den Sieg verdient gehabt", gab VfB-Trainer Lussu angesichts der Vielzahl von Torchancen und einem Eckenverhältnis 14:2 für Essen ehrlich zu.
Sergii Tytarchuk entpuppte sich gegen seinen alten Klub als Matchwinner. Das 1:0 erzielte eer per Kopf nach Flanke von Daftari. Johns hatte einen 30-Meter-Freistoß von Synowiec zur linken Seite abgewehrt. Beim Siegtreffer nutzte der Ukrainer die Vorarbeit von Ferreira. Ansonsten gaben jedoch die Gäste eindeutig den Ton an. Sie besaßen mindestens ein halbes Dutzend Riesenmöglichkeiten. Doch nur Lekesiz traf mit einem Schuss ins lange Eck, ansonsten scheiterte der ETB entweder wie Puschmann an der Latte oder am herausragenden Speldorfer Torhüter Nijhuis.

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14.9.2006
Derby mit Brisanz für Lussu und Bruns

So etwas hat der VfB Speldorf noch nicht erlebt: Vorverkauf, Fantrennung, ein „Ausverkauft“-Schild am Kassenhäuschen. Das Revierderby am Sonntag gegen den großen Nachbarn Rot-Weiß Oberhausen macht’s möglich. 2500 Karten hat der VfB abgesetzt.
Die Partie birgt nicht nur Brisanz, weil die Ränge im kleinen Stadion am Blötter Weg rappelvoll sein werden. Speldorfs Trainer Piero Lussu spielte für RWO in der 2. Bundesliga (1974/75), RWO-Coach Hans-Günter Bruns trainierte insgesamt fünf Jahre lang in seiner Heimatstadt Mülheim den VfB und ist an der „Blötte“ noch heute ein gern gesehener Gast.
Die Fans sollen auf ihre Kosten kommen. Bruns setzt auf seine Erfolgself, und auch Lussu verspricht nach dem tollen Start (13 Punkte) eine offensive Ausrichtung. „Wir wollen einen hohen Unterhaltungswert liefern. Wenn wir 100 Prozent bringen, dann ist für uns was möglich. Ich sehe uns nicht chancenlos“, sagt Lussu. Nicht mehr dabei ist Florian Theißen. Nach Differenzen mit Lussu trennte sich der VfB vom Mittelfeldspieler. Sehr wohl mitspielen will Kapitän Andreas Egler. Drei Wochen lang fehlte er wegen eines Muskelfaserrisses. Nun schuftet er hart für sein Comeback. Im Speldorfer „Spiel des Jahres“ will schließlich jeder dabei sein.

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18.9.2006
Narewsky rettet Punkt für RWO

Auf dem engen und völlig überfüllten VfB-Platz nahm RW Oberhausen ziemlich glücklich einen Punkt aus dem Duell der Nachbarn mit. Erst in der Nachspielzeit glückte Narewsky nach der neunten Ecke mit einem Schuss aus 18 Metern der Ausgleich. Von der großen Kulisse zeigten sich die Speldorfer überraschend weniger beeindruckt als der Regionalliga-Absteiger. Sie starteten furios, trafen durch Benedyk (7.) den Pfosten und gingen durch Mansfelds schönen Direktschuss aus 20 Metern verdient in Führung. Dagegen lief bei RWO in der ersten Hälfte kaum etwas zusammen. Die Gastgeber verloren erst mit der zunehmenden Hektik - die Partie war nach Ausschreitungen mit Oberhausener Anhängern für zehn Minuten unterbrochen - etwas von ihrer Linie.

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19.10.2006
Lussu sauer auf den Schiedsrichter

Bis zum Abpfiff des Revierderbys gegen Oberhausen (1:1) war beim VfB alles in Ordnung. Nach einem überzeugenden Start träumten die Grün-Weißen von einer ruhigen Start ohne Abstiegskampf.
Doch seitdem läuft vieles schief. Die folgenden drei Partien verlor der VfB. Das 2:3 in Duisburg durch einen umstrittenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit war unglücklich. Kritik an seiner Person versteht Trainer Piero Lussu nicht: "Wir wollen einen einstelligen Platz - und dort stehen wir. Ich arbeite akribisch, weil keiner eine Zittersaison erleben will. In Duisburg haben wir verloren, weil der Schiedsrichter unverschämt gepfiffen hat." Nun stehen Heimspiele gegen TuRU Düsseldorf und Köln an. "Unser Ziel können nur sechs Punkte sein", so Lussu.
Über das RWO-Spiel spricht niemand mehr am Blötter Weg. Beide Vereine wurden von der Verbandsspruchkammer aufgrund der Ausschreitungen im RWO-Block zu 1000 Euro Strafe verurteilt.

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25.1.2007
Stadionstudie sorgt für Spannung

Keine Schlagzeilen, keine Neuen, keine Abgänge - ruhig ist es im Moment im Mülheimer Stadion am Blötter Weg. Doch das heißt nicht, dass Manager Michael Klauß vom VfB Speldorf faul wäre.
Viel spielt sich bei den immer noch abstiegsbedrohten Grün-Weißen hinter verschlossenen Türen ab. Über Neue haben Klauß und Trainer Piero Lussu nachgedacht, auch einige Gespräche geführt. "Es lag an finanziellen Zwängen. Ich halte nichts davon, einfach nur irgendeinen Spieler zu nehmen", sagt Klauß, der gleichzeitig dem aktuellen Kader vertraut. "Er ist stark genug, um die Klasse zu halten." Wie ein Neuer wirkt Stürmer Sergii Tytarchuk, der nur acht der 19 Hinrundenspiele absolvierte - aber mit fünf Toren immer noch bester Schütze ist. Nach dreimonatiger Verletzungspause greift der Ukrainer wieder an. Die Planungen für die neue Saison laufen auch im Stillen. Wer kommt, wer geht, ob Piero Lussu bleibt - der ehemalige Uerdinger und Bochumer Profi Klauß gibt keine Wasserstandsmeldungen ab.
Eine Entscheidung fällt Ende Januar auf jeden Fall und wird in ganz Mülheim mit Spannung erwartet. Dann stellt die Stadt eine Machbarkeitsstudie zum Umbau des Ruhrstadions, im Moment genutzt vom Landesligisten Galatasaray, in eine Fußballarena vor. Werden die Pläne umgesetzt, wollen die Speldorfer höhere Ziele anpeilen. Aber auch nur dann.

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22.3.2007
Lussu: Wir spielen vehement nach vorn

Eigentlich wollte der VfB Speldorf am 25. Spieltag längst im gesicherten Mittelfeld stehen. Doch der Vorsprung vor den Abstiegsplätzen beträgt nur vier Punkte. Deshalb stocken die Planungen für die neue Saison. Zwar haben die Stammspieler Gregor Nijhuis (29, Tor), Rafael Synowiec (29, Abwehr) und Andreas Mansfeld (23, Mittelfeld) ihre Verträge um ein Jahr verlängert. Doch der Trainerposten ist noch vakant. Coach Piero Lussu und Manager Michael Klauß werden sich Ende März zusammensetzen.
Ganz so locker wie geplant können die Mülheimer also nicht ins Revierderby gehen. Lussu plant dennoch eine offensive Aufstellung. "Wer in Oberhausen taktiert, der verliert sowieso. Wir werden vehement nach vorn spielen", kündigt Lussu an und denkt dabei an das Hinspiel, als sein Team erst in der Nachspielzeit das 1:1 kassierte. Nicht zur Verfügung stehen die rotgesperrten Schirru und Nijhuis, für den erneut Tim Blumhoff das Tor hütet.

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29.3.2007
Trennung von Lussu, Janßen übernimmt

Am Ende ging alles ganz schnell: Obwohl der VfB Speldorf bei RW Oberhausen ein beachtliches 0:0 erreichte, entließ er am Montagabend Trainer Piero Lussu. Nachfolger ist der bisherige Co-Trainer Stefan Janßen (37), der auch für die kommende Saison unterschrieb.
Manager Michael Klauß will die Spieler noch einmal kitzeln. Der VfB hinkt hinter den Erwartungen zurück und hat nur fünf Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Janßen, bisher spielender "Co" und in dieser Saison 13-mal eingesetzt, beendet sofort seine Laufbahn - Speldorf setzt auf das "Klopp-Modell". Während der Saison erwarb Janßen die A-Lizenz. "Wenn ich jetzt noch das Spielsystem ändern würde, wäre das Selbstmord", sagt der ehrgeizige Neu-Trainer. "Fehlende Distanz zur Mannschaft ist gar kein Problem. Wir haben nur Leute mit Grips und Verstand." Im Freitagabend-Spiel gegen Kleve ist Janßen erstmals für den VfB allein verantwortlich.

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Diese Seite wurde erstellt am 2.4.2007
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