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Am Anfang meiner Homepage stand hier
das:
Seit dem Wintersemester 1997/1998 bin
ich offiziell Student an der Universität Essen. Ich schrieb mich ein
mit den Fächern Deutsch und Pädagogik und studierte auf Lehramt.
Mein erstes Semester begann perfekt: Mit
dem letzten großen Studenten-Streik, der zwischen dem 20. November
1997 und dem 8. Januar 1998 die komplette Uni lahm legte. Ich freute mich
über zusätzliche Freizeit und zahlreiche ausgefallene Stunden.
Die Bilanz des ersten Semester war jedoch eine des Schreckens: ich machte
kaum Scheine, rasselte durch eine (von insgesamt drei) Klausuren (ich sag
nicht welche; zu peinlich...). Je länger ich studierte, desto mehr
fand ich in die Journalisten-Welt hinein. Das war für die Uni nicht
ganz förderlich, zumal ich den Lehramts-Studiengang von Zeit zu Zeit
verabscheute, weil ich sicherlich keinen guten Lehrer abgeben würde
und schon das Grundstudiums-Praktikum so weit wie möglich vor mir
herschob.
Im Israel-Urlaub im September 1999 beschloss
ich, die Notbremse zu ziehen und den Studiengang zu wechseln. Deshalb studiere
seit dem Wintersemester 1999/2000 auf Magister, und zwar Germanistik (Hauptfach)
sowie Praktische Sozialwissenschaft und Pädagogik (Nebenfächer).
In Germanistik konnte ich mir so viele Scheine anerkennen lassen, dass
ich flugs die Zwischenprüfung machte und mich zurzeit im Hauptstudium
befinde. Deshalb studiere ich derzeit fast nur Nebenfächer. In der
„Praktischen Sozialwissenschaft“ fehlt mir zur Zwischenprüfung nur
noch der blöde Empirie-Schein. „Datenerhebung“, „Datenanalyse“ – die
Klausuren werde ich nie bestehen
Der Fahrtweg von meiner Wohnung bis zur
Uni beträgt übrigens (je nachdem, welche Bahn ich erwische) zwischen
30 und 40 Minuten.
Jetzt kann ich Euch sagen:
Die Zwischenprüfung legte ich im
Mai 2006 ab. In allen drei Fächern - Germanistik, Praktische Sozialwissenschaft
und Pädagogik - bestand ich mit der Note "gut" (2,3). In Sowi habe
ich alle nötigen Scheine beisammen, in den anderen Fächern fehlt
kaum noch etwas. Doch dann kam das Volontariat
dazwischen...
Es ist zwar kein wirklicher virtueller
Rundgang durch die Uni Essen; aber immerhin vier Fotos, um Euch einen Eindruck
zu vermitteln!
Sportsprache SS 02
Chlosta/Schoeneck
Projekt „Identität und Sport“
Identität (lat.): die als `Selbst`
erlebte innere Einheit der Person (psych.); Selbstverständnis
These: Sprache ist ein Merkmal
der (ethnischen) Identität
Sprachwahl aus Ausdruck der Identität
Aufhänger:
Immer wieder ist von Rassismus auf dem
Sportfeld die Rede, so ganz reibungslos vollzieht sich der Spielverlauf
(vor allem im Fußball) zwischen deutschen und ausländischen
Mannschaften nicht.
Gerade im Ruhrpott stehen sich auf Stadt-
und Landesebene häufig deutsche und türkische Fußballmannschaften
gegenüber, allein in Essen gibt es 5 türkische Fußballvereine.
Und auch hier wird von Ressentiments zwischen den Mannschaften berichtet.
Warum schließen sich ausländische Vereine zusammen? Inwieweit
verstehen sich türkische Vereine als explizit türkische Vereine?
Inwiefern verstehen sie sich als eigene (Sprach-) Gemeinschaft, wie sehr
grenzen sie sich ab vom – deutschen - Vereinsleben?
Um solchen Fragen nachzugehen, haben wir
uns während des Semesters mit dem Sprachgebrauch türkischer Fußballvereine
beschäftigt.
Vorgehensweise:
1. Präsentation der Vereine im
Internet
... im Hinblick auf die Frage des Sprachgebrauchs
DIE AUSFÜHRLICHERE INTERNET-ANALYSE
IST NOCH NICHT VERSCHRIFTLICHT
Ergebnis: mehr deutsch als wir
erwartet hätten!
2. Datenerhebung zum Sprachgebrauch der Mannschaften mittels eines Umfragebogens
Umfragebogen zum Sprachgebrauch von ausländischen SportlerInnen in NRW
Auswertung der Bögen: BEI INTERESSE IST DER FRAGEBOGEN BEI MIR ERHÄLTLICH! EINFACH EINE E-MAIL SCHREIBEN UND HIER KLICKEN!
Ausgefüllte Fragebögen insgesamt: 18
A1) Alter:
18-20: 1
20–25: 6
26-30: 5
31-40: 2
41-50: 3
51-55: 1
A2) Geschlecht:
männlich: 17
weiblich: 1
B1) Vereinstyp:
Fußball: 16
Tanzsport: 1
Volleyball: 1
- Der „Durchschnittsbefragte“ ist männlich, zwischen 20 und 30 Jahre alt und spielt Fußball in einem türkischen Verein
B7) Nationalitäten, aus denen sich die Mannschaften zusammensetzen:
Anzahl der Nationalitäten, aus denen
sich eine Mannschaft zusammensetzt Häufigkeit Nennungen der
Nationalitäten
1
1 türkisch
2
7 türkisch, deutsch
3
7 türkisch, deutsch, sonstige (u.a. wurden genannt: libanesisch, belgisch,
marokkanisch)
4 und mehr 3 türkisch, deutsch,
sonstige (u.a. wurden genannt: spanisch, jugoslawisch, tunesisch)
- Die „Durchschnittsmannschaft“ eines ausländischen Vereins setzt sich aus 2 bzw. 3 Nationalitäten zusammen
1. Zum Sprachgebrauch der rein türkischen Mannschaft (insgesamt 1):
B 10) In welcher Sprache sprechen
Sie mit Ihren Mannschaftskollegen?
Für alle drei genannten Situationen
wurden deutsch und türkisch als Sprache angegeben, allerdings mit
dem Hinweis, daß das Türkische deutlich überwiege
B 11) In welcher Sprache sprechen
Sie mit dem Schiedsrichter?
Deutsch oder türkisch – die Sprachwahl
wird als abhängig von der Nationalität des Schiedsrichters angegeben.
B 12) In welcher Sprache sprechen Sie
mit den Zuschauern?
Türkisch
2. Zum Sprachgebrauch der türkisch – deutschen Mannschaften (insgesamt 7):
B 10) In welcher Sprache sprechen Sie
mit Ihren Mannschaftskollegen?
Während des Spiels / Während
des Trainings / In der Umkleidekabine
Türkisch 2 1 2
Deutsch 1 1 1
Deutsch und Türkisch 4 5 4
Deutsch und Sonstige 0 0 0
Türkisch und Sonstige 0 0 0
Keine Nennung 0 0 0
B 11) In welcher Sprache sprechen Sie
mit dem Schiedsrichter?
Während des Spiels
Türkisch 0
Deutsch 5
Deutsch o. Türkisch (je nach Nationalität
des Schiedsrichters) 1
Deutsch und Sonstige 0
Türkisch und Sonstige 0
Keine Nennung 1
B 12) In welcher Sprache sprechen Sie
mit den Zuschauern?
Türkisch 3
Deutsch 1
Deutsch und Türkisch 3
Deutsch und Sonstige 0
Türkisch und Sonstige 0
Keine Nennung 0
3. Zum Sprachgebrauch der Mannschaften,
die sich aus drei und mehr Nationalitäten
zusammensetzen (insgesamt 10):
B 10) In welcher Sprache sprechen Sie
mit Ihren Mannschaftskollegen?
Während des Spiels/Während des
Trainings/In der Umkleidekabine
Türkisch 1 0 0
Deutsch 3 3 3
Deutsch und Türkisch 6 7 7
Deutsch und Sonstige 0 0 0
Türkisch und Sonstige 0 0 0
Keine Nennung 0 0 0
B 11) In welcher Sprache sprechen Sie
mit dem Schiedsrichter?
Während des Spiels
Türkisch 0
Deutsch 9
Deutsch o. Türkisch (je nach Nationalität
des Schiedsrichters) 0
Deutsch und Sonstige 0
Türkisch und Sonstige 0
Keine Nennung 1
B 12) In welcher Sprache sprechen Sie
mit den Zuschauern?
Türkisch 1
Deutsch 2
Deutsch und Türkisch 5
Deutsch und Sonstige 0
Türkisch und Sonstige 0
Keine Nennung 2
Zusammenfassung
- Die Auswertung der Fragebögen zeigt,
daß Deutsch und Türkisch die Sprachen sind, die in den befragten
ausländischen Sportvereinen gesprochen werden. Das verblüfft
vor allem, wenn man die Mehrfachnennungen der Nationalitäten betrachtet,
aus denen sich eine Mannschaft zusammensetzen kann.
- Dabei ist zu beachten, daß sich
die starke Präsenz des Deutschen vor allem aus B11 ergibt; eine mögliche
Erklärung ist, wie auch als Antwort genannt, die zumeist deutsche
Nationalität des Schiedsrichters.
- Ansonsten ergibt sich ein sehr ausgewogenes
Bild: die Mannschaften, die sich aus 2 oder mehr Ethnien zusammensetzen,
kommunizieren in den abgefragten Situationen bilingual (türkisch –
deutsch). In der rein türkischen Mannschaft überwiegt der
türkische Sprachanteil, was besonders an B12 (Kommunikation mit den
Zuschauern) deutlich wird. Deutsch wird nur selten, am häufigsten
mit dem Schiedsrichter gesprochen (B11).
- Ebenfalls zu erfassen versuchte der
Fragebogen die Situationen, in denen die Sprache gewechselt wird. Insgesamt
gaben 12 Sportler an, die Sprache während des Sports zu wechseln (keine
Nennung: 2; Verneinung: 4).
Als Gründe wurden genannt:
- Schimpfen/Fluchen (auf türkisch):
2
- Aus taktischen Gründen: 2
- In Abhängigkeit zur Nationalität
des Gesprächspartners: 3
- Wenn das türkische bzw. deutsche
Wort fehlt: 1
- Deutsche ärgern auf türkisch:
1
- Aus Jux: 1
- Weiß nicht: 2
- Keine Angabe von Gründen:
1
Kritik am Fragebogen (die wir
selbst im Rahmen der Auswertung feststellten!)
1. Formalia
- kein Kopf
- Frage 12 nicht logisch: Schiedsrichter-
Training- Umkleide
- Layoutfehler Frage 6 (Mannschaftskapitän)
in den ersten Bögen
- Layout Frage 7 führte zu Häkchen
statt wie vorgesehen Ziffern
- Fehlende Regieanweisung bei Frage 2
führte ebenfalls zu Mißverständnissen
- Überschrift: Mißverständnis,
schließt durch Fragestellung manche Sportarten aus
(Problem: Sommerpause)
GESAMTFAZIT: (ganz grob
zusammengefasst!)
- Die untersuchten türkischen Mannschaften
ziehen sich nicht in eigene Mannschaften zurück, um "unter sich" zu
sein und um den Sport zur Findung der eigenen Identität zu nutzen,
sondern sind durchaus offen für andere Nationalitäten.
Weitere Ergebnisse werden folgen!
Ich sag immer: Eisen ist Eisen
Ganz sicher eins meiner inhaltlichen Highlights meines Uni-Lebens
Im Moment - meine Freunde wissen durch meine Erzählungen Bescheid - besuche ich an der Uni ein Lehrforschungsprojekt. Im Rahmen des Fachs "Praktische Sozialwissenschaft", im Hauptstudium. Das Ganze geht über zwei Semester, und wir sind kurz vor dem Ende angekommen. Das Thema lautet "Fitnessstudios" und eigentlich wissen wir immer noch nicht, wohin wir mit all unserem empirischen Theoriewissen hinwollen. Jedenfalls ist es uns gelungen, jeweils einen Leitfaden für Experteninterviews mit Fitnessstudio-Besitzern sowie Fragebögen für Fitnessstudio-Kunden zu entwerfen. Und hurra, ich durfte eins dieser Interviews führen. Das ist jetzt anderthalb Monate her, aber nachdem ich nun das transkribierte Gespräch zugemailt bekam, muss ich sagen: Meinem Uni-Kumpel Norbert und mir ist ein auch für Germanisten herausragendes Dokument gelungen, da der zu Interviewende gut und gerne der uneheliche Zwillingsbruder von Herbert Knebel hätte sein können. Aus dem 17-seitigen Gespräch muss ich Euch einfach ein paar Ausschnitte vorstellen. Das genaue Gespräch gibt es bei mir auf Anfrage!
DIE ERKLÄRUNG: E = Experte, I1=Norbert, I2=Andi
(...)
I1: Wir möchten jetzt
ein bisschen auf die Entwicklungsgeschichte in der Fitnessbranche im Allgemeinen
eingehen, wenn man mal überlegt, in den 80er Jahren, als hier
alles angefangen hat, hat das ja sehr viel anders ausgesehen als heute.
Wie würden Sie denn die markanten Entwicklungsschritte so ein bisschen
skizzieren wollen?
E: Man kann, ich sag immer
Eisen ist Eisen, es bleibt immer das Gleiche. D. h. also auch wenn ich
Hanteltraining mache, an den Maschinen, es wird immer der gleiche Muskeltyp
trainiert, dafür gibt es auch diese verschiedenen Geräte. Von
den 80er, oder gehen wir auch weiter zurück zu den 70er Jahren, dann
haben sich zwar diese Gerätschaften verändert, aber die haben
meistens immer alles das Gleiche, obwohl sehr viel Blödsinn heutzutage
mit auf den Markt kommt. Z.B. es gibt Gerätschaften, wo die Frauen
oder Personen gar nichts mehr machen brauchen, man braucht sich nur drauf
setzen und dann geht alles mechanisch von allein und wenn das mechanisch
ist, was soll das überhaupt bringen, ne?
(...)
I1: Jetzt ist das Angebot
jetzt mal relativ breit aus dem sich der Fitnessstudiobesitzer quasi theoretisch
bedienen könnte. Woran machen Sie denn für sich aus, was
für ihr Studio an Kursangeboten interessant ist und was für Ihr
Publikum nicht in Frage käm.
E: Interessant sind meistens
immer Kurse, wo die Frauen nichts machen brauchen (lacht). Das ist so,
weil Frauen sind bequem.
(...)
I2: Wenn ich noch mal kurz
fragen darf, was haben sie denn für einen Beruf ausgeübt, verraten
Sie mir das?
E: Ja ich war bei der Ruhrkohle
gewesen.
I2: Das ist ja keine typische
Karriere, von der Ruhrkohle ins Fitnessstudio?
E: Ja, eine typische Karriere,
nein. Ich war bin bei der Ruhrkohle, Bergmannsfamilie, Vater war Bergmann
gewesen. Bruder ist reingerutscht, ich bin dann reingerutscht. Waren dann
erst auf der Kokerei hier in Essen gewesen, die hat dann zu gemacht, dann
wurde ich weiterverlegt, nach Gelsenkirchen von Gelsenkirchen bin ich dann
wieder weiterverlegt worden. Und das hat dann hinterher auch keinen Spaß
mehr gemacht, weil die soviel Druck auf den Leuten ausgeübt haben.
Und wie gesagt, da ich sowieso mich schon immer selbständig machen
wollte 25 Jahr, hat aber nie geklappt, weil allein ist das sehr schwer,
da muss man auch immer eine Partnerin haben, oder einer der einem ein bisschen
Rückendeckung gibt, weil allein kann man das nicht schaffen, da geht
man unter. Und die Partnerin habe ich eben gefunden, gut mit der kann ich
es riskieren und ja…
(...)
I1: Verstehe ich das richtig,
Sie zweifeln noch so ein bisschen an, dass diese Wellnesswelle, die ja
gerade schon boomt sich aber auf Dauer durchsetzen wird, das bezweifeln
Sie, oder habe ich das falsch verstanden?
E: Nein, das ist falsch
verstanden, die Wellnesswelle wird kommen, gerade bei den Frauen, weil
die sich eben gern verwöhnen lassen. Genauso, wenn die sich morgens
schminken, die gehen lieber nach dem Frisör und lassen sich vom Frisör
die Haare fönen und toupieren und Haarspray drauf, als sie selbst
machen, he! Obwohl sie es auch selbst machen müssen, aber sie lässt
das lieber machen. Frauen lassen gern, ist nun mal eben so. Die Achten
zwar auf ihr äußeres, sag ich mal, schminken, Kleidung, das
meiste, was bei denen zur Zeit [???]sind, da wird nicht geachtet. Also,
da muss ich sehen, also, bei den Jahren wo ich jetzt im Fitnessstudio bin,
auch vorher, wo ich selbst mittrainiert habe, da wurd nicht so auf die
Gesundheit geachtet, die war nur immer bestrebt, ein paar Kilo abnehmen,
so schnell wie möglich und dann gar nichts mehr machen. Ne, also wie
gesagt, ich habe eben sehr viele Frauen, die eben diese Schwierigkeiten
haben und die fühlen sich alle pudelwohl. Das beste Beispiel ist,
da kommt eine Frau rein, die 40 Kilo Übergewicht hat. Und die möchte
innerhalb von sechs Wochen von Größe 46 runter kommen auf 38.
Aber knallhart gesagt, das ist kein Scherz. Das bekommt man so gesagt.
Ja. Und dann steht man da, ne, das geht nicht. Wieso nicht? Dann kommen
natürlich die Medien, und wenn ich dann in so einer Zeitung sehe,
ein Pfund pro Tag abnehmen, wenn die Leute das 365 Tage machen, wie viel
wollen die denn verlieren? 365 Pfund? Geht wohl schlecht. Und ein Pfund
pro Tag und das mal 30 Tage, das sind 30 Pfund, das wären in einem
Monat 15 Kilo. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ohne Bewegung,
nur das Essen umstellen, das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir haben
Fettzellen, Fettzellen, so dass was wir Essen, ehm, Kohlenhydrate, ein
Kohlenhydrat hat vier Kalorien, 4,1 Kalorien genau, aber man geht von 4
Kalorien aus. Das was wir essen, wird es angesetzt vom Körper, also
abgelegt in unseren Fettzellen, haben wir eine Fettkalorie, und diese Fettkalorie,
beträgt 9,3, also über das doppelte hinaus. Und die muss ich
erstmal löse
(...)
I2: Habe ich sie richtig
verstanden, dass die Frauen, die hier rein kommen durch die Öffentlichkeit
ein ganz anderes Bild von Fitnessstudio transportiert bekommen, dass die
hier rein kommen und ein ganz anderes Bild von Fitnessstudio haben, als
das, was es wirklich ist?
E: Genau, Fitnessstudio,
die Frauen kommen erstmal rein und sagen ich will keine Muskeln, ich will
nicht so aussehen wie der, sag ich, geht doch mal von Arnold Schwarzenegger
aus, ihr ne Frau, ihr seid Frauen. Ja aber ich will keine Muskeln. Dann
erkläre ich denen das, wie das überhaupt passiert, dass sie keine
Muskeln aufbauen können. Ja, aber ich will nicht so aussehen, ich
will keine Muskeln. Sag ich, ihr bekommt keine Muskeln. Die Muskeln, die
ihr habt, die werden gestrafft, die werden gestärkt, vielleicht kommen
1-2cm dabei, weil die sowieso jetzt aussehen, wie ein Luftballon der vorher
aufgeblasen war, wo jetzt die Luft raus ist, so labberig, sag ich, und
den müssen wir jetzt leicht Luft wieder rein blasen, damit der wieder
glatt wird und sich formt, sag ich, und dann das Fett verbrennt, was darum
ist, ja aber ich will nicht solche Muskeln. Ich will ja nicht so aussehen.
Sag ich, es geht nicht, sag ich, außer ihr habt solche Spritzen,
sag ich, rechte Seit Pobacke den ganzen Tag, zieht raus linke Seit abends,
schlaft damit. Dann anständig pumpen, dann seht ihr irgendwann mal
so aus. Wie diese Damen das profihaft machen. Sag ich, es kann von Natur
keine Frau aus so aufbauen. Ja aber ich will keine Muskeln. Das muss man
denen dann erstmal beibringen. Wir sind natürlich bemüht, wenn
die Frauen hier erscheinen, versuche ich denen dass natürlich so zu
erklären, dass sie das verstehen. Die meisten verstehen das auch und
wissen dann auch was ich meine, aber ich sag mal, dass sind ungefähr
nur 30%. 70% hören gar nicht zu, die kommen nur rein, ja, ja, ja und
weg, warum denn auf den Mann hören. Du musst auch so gehen. Ich bin
ja ne Frau und ich kann das. Aber die Frauen die auf mich hören, die
dann abnehmen, und sich formen, d. h. eine frauliche Figur bekommen, abnehmen
dabei und sich fit fühlen, da geht es ja schon, dass andere Frauen
hingehen und tuscheln. Die hat aber eine schöne Figur bekommen. Ich
bekomm das dann mit und könntest du ja auch haben. Nur der Wille ist
meistens nicht da.
(...)
... und ich könnte noch viele Beispiele mehr herausgreifen. Merkt Euch: Der Mann ist Besitzer eines Frauen-Fitnessstudios in einem Essener Gewerbegebiet!
Thema:
Soziologie neuer sozialer
Bewegungen am Beispiel der Friedensbewegung
Gliederung:
1) Einleitung (logisch)
2) FRIEDENSBEWEGUNG
2.1) Neue soziale Bewegungen (2.1.1. Begriffsklärung,
2.1.2. "Alte" und "neue" soziale Bewegungen)
2.2) Friedensbewegung (2.2.1. Anfänge,
2.2.2. Ohne-uns-Bewegung, 2.2.3. Volksbefragungs-B., 2.2.4. Paulskirchen-B.,
2.2.5. Kampf-gegen-Atomtod-Bewegung, 2.2.6. Ostermarsch-B., 2.2.7. Friedenspolitisches
Engagement der Studentenbewegung, 2.2.8. Friedensbewegung in den 70ern
und 80ern, 2.2.9. Friedensbewegung in der Gegenwart)
3) SOZIOLOGISCHE THEORIE UND FRIEDENSBEWEGUNG
3.1) Systemtheorie und Friedensbewegung
3.2) Kritische Theorie und Friedensbewegung
3.3) Marxismus und Friedensbewegung
4) ZUSAMMENFASSUNG UND PERSPEKTIVE
Note:
1,7
My hero
DER BERICHT:
Ich sehe die Türme,
die Gebäude, die rote Fassade. Ich sehe die Uni. Nein, Freunde sind
wir noch nicht geworden, die Uni und ich. Vielmehr ist es so eine Pflicht-Zweckgemeinschaft.
Vergleichbar mit zwei Klassenkameraden in der Grundschule, in der der eine
den anderen ständig hänselt. Die Türme, die Gebäude
- dort verbringe ich heute Abend meine Freizeit. Ich sehe den Himmel, der
ist bedeckt, Regentropfen klatschen auf meine Brille, aber nur zwei, dann
hört´s wieder auf. Und ich dachte schon, der Abend sei für
mich schon beendet, bevor er angefangen hat. Die sogenannte "MTV Campus
Invasion" - Tour macht heute bei uns in Essen Halt. Die Wirtschaftswissenschaftler
haben dafür gesorgt. Headliner sollten eigentlich Silverchair sein,
aber die haben kurzfristig abgesagt - dafür kommt Heather Nova. Die
hab ich zwar erst vor zehn Tagen
gesehen, aber von dieser Schönheit kann man(n) nie genug bekommen.
In jedem Fall steuere ich an einem Freitagabend zielgerichtet auf die Uni
zu, wohlwissend, dass diesmal nichts daran erinnern wird, dass sich in
den Gemäuern ansonsten 15.000 Studenten weiterbilden.
Ich sehe mein Handy. 19.55
Uhr steht dort drauf. Eine Uhr habe ich seit ein paar Jahren nicht mehr,
ich weiß eigentlich selbst nicht genau, warum. Ist ja auch nicht
so wichtig. In diesem Moment müssten eigentlich die Donots die Bühne
betreten, denke ich mir, als ich auf den Eingang zustrebe und die ersten
Töne von "My Hero" erklingen. Wow, echt klasse, die Jungs haben einen
tollen Sound drauf. Ob es wohl noch Karten gibt? Ich hab´s nämlich
nicht gepeilt, mir im Vorfeld ein Ticket zu besorgen; so ein Shit aber
auch. Aber es sind noch genügend Karten da. Leider lässt der
Verkäufer nicht mit sich handeln und ich muss die vollen 17 Euro hinblättern,
obwohl die Invasion schon seit vier Stunden läuft! Macht nichts. Ich
gehe, ja jogge fast an den zahlreichen Fressbuden vorbei, lasse den Geruch
von Würstchen in meiner Nase verschwinden und platziere mich auf der
großen Wiese. In 100 Meter Entfernung: die Donots aus Ibbenbüren.
Gehen gut ab die Jungs, spielen ein paar neue Sachen, dann noch "Room with
a view" und - als vorletzten Song - "whatever happened to the 80´s"!
Das wollte ich immer schonmal live hören. Kurz vor neun verschwinden
die Donots - gut, dass ich die gesehen habe, nachdem "Die Happy" und "Readymade"
nachmittags dran waren, leider zu früh für mich. Irgendein Moderator
faselt was von "habt ganz schön viel Rock gesehen und auf die Fresse
bekommen. Euch wurde in den Arsch getreten". Hä?
Ich sehe Leute. Gruppen.
Grüppchen. Liegende. Sitzende. Stehende. Saufende. Knutschende. Streitende.
Ich sehe den Mond am Himmel, ein Flugzeug, das abhebt und am Mond vorbeischwebt.
Über den Wolken. Es ist kurz vor neun, bis zur nächsten musikalischen
Abwechslung dauert es knapp 45 Minuten. Ich drehe eine Runde über
das Gelände, und muss eingestehen, dass ich gar keinen treffen will.
Heute ist einer von den Tagen, an denen ich am liebsten mit niemandem sprechen
will, ohne genau zu wissen, warum. Vielleicht liegt das auch an den Bauchschmerzen,
die mich den ganzen Tag schon quälen. Vielleicht liegt das an der
Vorfreude auf das morgige Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay.
Was weiß ich. Die Leute sehen mich an. Aber ich sie nicht. Ich schaue
durch sie hindurch. Und lande nach zehn Minuten wieder auf meinem 100-Meter-von-der-Bühne-entfernt-Platz!
Eine SMS kommt: Helmut sagt sich an für Dänemark gegen England
um 13.30 Uhr.
Ich sehe Joy Denalane. Den
Namen habe ich bis heute, 17 Uhr noch nie gehört. Da nämlich
tippte ich ihn bei google.de ein - und erhielt die verblüffende Neuigkeit,
dass die Debüt-CD von eben jener Joy exakt heute von NULL auf ACHT
(!) in den Charts eingestiegen ist. Hmm... wer sowas schafft, kann gar
nicht schlecht sein; schon gar nicht, wenn er/sie für einen Auftritt
bei der Campus Invasion gebucht wurde. Auf den Ankündigungen steht:
Soul-Joy, als etwas ruhiger wird sie beschrieben. Ich bin gespannt, und
werde doch ein wenig enttäuscht. Manche finden es gut, manche nicht.
Der Fall ist klar: Diese Art von Soul ist einfach nicht meine Musik. Dieses
saxophonische, unheimlich stimmgewaltige. Ich mag das einfach nicht und
warte nur aufs Ende. Zumal sich eben jene Joy verdammt cool verkommt und
mir damit tierisch auf den Piss geht. Das sorgt dafür, dass die Band
zuweilen wie eine bayrische Blaskapelle wirkt, die in der Pause die saufenden
Kirmesgäste unterhalten darf. Naja, dieser Vergleich ist wirklich
etwas gemein - die Frau hat nämlich vermutlich wirklich was drauf
und sogar ihren Lebenspartner dabei (Max vom "Freundeskreis"). Die beiden
schmettern ihren Hit "Mit dir" - na wenigstens ein Highlight.
Ich sehe nichts mehr. Es
ist mittlerweile dunkel geworden, auf meinem Handy leuchten die Zahlen
22.25 auf. Zweite Runde, immer noch begegnet mir niemand, den ich kenne.
Hunger habe ich nicht, ne Cola schlürfe ich, den Becher nehme ich
mit. Der ist zwar hässlich, aber egal. Den einen Euro Pfand kann ich
locker verschmerzen. Ich bereite mich nervlich auf meine Heather vor. Es
ist erst zehn Tage her, seit meiner Schmachterei im Gelsenkirchener Amphitheater.
Nun wird mich diese phantastische Frau wieder mit ihrem Aussehen und ihrer
Stimme beglücken. Ich rücke etwas weiter nach vorne in die Menge,
um möglichst nah dran zu sein. Die Zeit vergeht schneller als in der
letzten Pause, dann kommt Heather. Hmm... hat die keine anderen Klamotten
als dieses Indianer-Look-Kleid? Ich glaube, es ist dasselbe wie in Gelsenkirchen.
Aber von seiner Schönheit hat es nichts eingebüßt. Mammamia,
diese Stimme... Ich glaub, ich liebe diese Frau. Es ist einfach phantastisch.
Und diesmal spielt sie sogar "Virus of the mind" von ihrer aktuellsten
CD. Ihre Stimme wird auch Montag noch durch die Gemäuer der Uni Essen
schallen und für Emotionen in trostlosen Datenanalyse-Vorlesungen
sorgen. Ganz sicher! "Heart and shoulder", "I´m no angel", "Walk
this world" - fast derselbe Ablauf wie vor zehn Tagen, aber ich kann nicht
genug davon bekommen. Einfach wunderbar!
Ich sehe die A40 mitten
in der Nacht. Schon um 0.10 Uhr muss ich meine geliebte Heather verlassen;
keine Ahnung, wann ich sie wiedersehen werde. Die letzte U18 Richtung Mülheim
fährt, und die muss ich dringend erwischen, da mein Schlaf nicht so
üppig ausfallen wird - um 8.30 Uhr spielt wie schon einmal erwähnt
Deutschland bei der WM gegen Paraguay. Da werden wohl einige Studis die
Nacht durchmachen, aber für mich ist das nichts. Auf der Autobahn
ist nichts los. Es regnet, einige Blitze erhellen das Ruhrgebiet.
Ich sehe Heather Nova vor
mir. Vor meinem inneren Auge. Die Uni-Türme, die Uni-Gebäude
sehe ich nicht.
DER ABEND:
20.05 Uhr - 20.55 Uhr: Donots
21.35 Uhr - 22.25 Uhr: Joy Denalane
23.15 Uhr - 0.10 Uhr: Heather Nova
vorher waren aufgetreten:
Beatbetrieb (15.35 - 16.15 Uhr), Readymade (16.40 - 17.25 Uhr), Die Happy
(17.55 - 18.40), Suit Yourself (19.00 - 19.35)
Zuschauer: Oh man,
das ist wirklich sauschwer zu schätzen; ausverkauft war es jedenfalls
nicht, da um 19.50 Uhr (also vier Stunden nach Veranstaltungsbeginn noch
massig Karten übrig waren). Dennoch: Das Campus war gut gefüllt,
wenngleich ein Gedränge wirklich anders ausschaut. Ich denke, dass
beim Sommerfest am 21.6. mehr los sein wird! Da werde ich auch Leute treffen;
denn da ich mich bescheiden im Hintergrund aufhielt, traf ich nicht ganz
so viele Kollegen.
Die Veranstaltung:
Die MTV Campus Invasion wurde anscheinend von der WiWi-Fachschaft nach
Essen gelotst (in jedem Fall gab´s keine Extra-WiWi-Sommerparty wie
sonst; außerdem gabs die Karten vorher auch in der WiWi-Fachschaft
- eindeutige Indizien oder nicht!?!). Daher gabs nicht nur die üblichen
Konzertfressbuden quer auf dem Campus, nein, außerdem gabs ab 0 Uhr
(ich denke bis in die Morgenstunden) im Hörsaalzentrum ne Disco.
Die Situation: Ist
denke ich auch eine Erwähnung wert. Die "Campus Invasion" fand mitten
im Studentenstreik statt, also nicht im stinknormalen Uni-Alltag (die NRW-Landesregierung
will Studiengebühren einführen). Außerdem wurde am 15.6.
(Samstag) früh um 8.30 Uhr das WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay
angepfiffen. Da werden einige Studis durchgemacht haben...
Andi´s Abend:
Ich entschied mich für den RE um 19.13 Uhr, war daher fast pünktlich
zu den Donots auf dem Gelände, und verschwand mit der letzten U18,
die um 0.20 Uhr ab Berliner Platz fuhr. Dazu musste ich allerdings das
letzte Stück von Heather Nova sausen lassen. Das machte aber nichts,
denn pünktlich, als ich die U18 betrat, begann ein Riesen-Gewitter.
Meine Wohnung betrat ich um 1 Uhr!
Play some rock
BERICHT:
Erwartet bitte keinen ausführlichen
Bericht; es ist mittlerweile 1.08 Uhr am 21.6.2002, morgen früh klingelt
um 7.30 Uhr der Wecker, weil ich zum WM gucken verabredet bin (Viertelfinale
Spanien gegen Südkorea, Anstoß 8.30 Uhr)! Deshalb fasse ich
mich heute etwas kürzer, was aber auch ein wenig mit der Veranstaltung
zusammenhängt, die nicht ganz so viel hergab wie andere.
Also mal hübsch der
Reihe nach: Morgens noch beschäftigte ich mich im Rahmen meines Sportsprache-Seminars
mit dem Fragebogen zum Sprachgebrauch ausländischer Sportler, dann
schließlich verfolgte ich Deutschlands 1:0-Sieg gegen die USA, dann
stand Vatters Geburtstagsparty im Terminplan und abends musste der Hebel
ein weiteres Mal umgeschaltet werden. Wie schon 2001 habe ich mich im Sommersemester
eindeutig mehr ins studentische Leben gestürzt als im Winter... Kowiparty,
MTV-Campus-Invasion,
jetzt das Sommerfest. Ich bin fast schon ein Bilderbuchstudent mit allem
Drum und Dran. Allerdings habe ich an das letzte Sommerfest keine allzu
guten Erinnerungen. Anderthalb Stunden stand ich in einer Schlange vor
der Tür! Von 21.30 Uhr bis 23 Uhr. Drinnen war es dann so voll, dass
ich keine Lust mehr hatte und nach einer halben Stunde Seeed wieder nach
Hause fuhr. Bitterbitter. Das soll diesmal nicht passieren!
Daher verabrede ich mich
mit Björn, hab eh lang nix mehr mit ihm gemacht. Hauptact sind Liquido,
mal schauen, wie viele Leute wir treffen. Vor den Toren eine erste Enttäuschung:
Der zweite Hauptact "Slut" und Moderator Bernd Begemann mussten wegen Krankheit
absagen. Dafür kommen die Alternative Allstars. Als wir um 20.40 Uhr
5 Euro Eintritt blechen, sind die aber längst runter von der Bühne.
Upps, schon 20.40 Uhr... es fällt kaum auf. Heute ist der längste
Tag des Jahres und deshalb um 21.45 Uhr noch taghell. Auf die Bühne
kommt das Overproof Soundsystem mit den Rockers Hi-Fi. Das ist als Hintergrundmusik
ganz gut geeignet, die haben einen Reggae-Beat drauf. Fan von dieser Art
Musik bin ich zwar nicht, aber naja; geht ganz gut ins Ohr. Es ist zumindest
prächtig geeignet, um ein paar Runden auf dem Campus zu drehen, ein
paar Leute zu begrüßen. Björn kennt eindeutig mehr als
ich, naja, dann stell ich mich halt dazu. Die Zeit vergeht relativ fix,
selbst die einstündige Pause zwischen dem Soundsystem und Liquido.
Ein Pläuschchen hier, ein Gespräch da, eine Cola trinken hier,
in die Menge starren da; und schwupps, schon kommen Liquido, die mit den
eingängigen Indie-Rock-Melodien. Kaum eine Debüt-Single verkaufte
sich in Europa häufiger als im Sommer 2000 Liquidos "Narcotic". Das
wird dann das vorletzte Lied, und die Menge tobt. Höhepunkt vorher
ist "Play some rock". Keine Frage, die Jungs geben sich eine Menge Mühe
und bringen zumindest die ersten Reihen zum Kochen. Mir gefällt´s!
Um punkt 0 Uhr wird Liquido
der Strom abgedreht. Zapfenstreich! Die Massen strömen entweder den
Discos im Hörsaalzentrum oder im KKC sowie den Parkplätzen entgegen.
Björn und ich durchschlendern das Hörsaalzentrum, treffen aber
niemanden mehr und suchen dann das Auto.
Nett war´s.
Nett!
DER ABEND:
20.45 Uhr - 22 Uhr: Overproof Soundsystem
feat. Rockers Hi-Fi
23 Uhr - 0 Uhr: Liquido
vorher waren aufgetreten:
Pristine (15.45 - 16.20), Sun (16.45 - 17.20), The Frank Popp Ensemble
(17.45 - 18.30), Alternative Allstars (19 - 20)
im KKC legten auf: 1)
La Hammond Inferno, 2) Günter-Netzer-Kommando
Zuschauer: Gut gefüllt,
wie vermutet ein wenig voller als bei der MTV Campus Invasion. Zum Glück
entdeckte ich diesmal zwei weitere Eingänge und stand nicht - wie
im Vorjahr - anderthalb Stunden vor der Tür! Eine Zuschauerzahl schätze
ich besser nicht.
Die Veranstaltung:
Zum Uni-Sommerfest werden traditionell ein paar Bands eingeladen und zahlreiche
Freß- und Getränkebuden auf dem Campus aufgebaut; außerdem
gibts ab 0 Uhr (ich denke bis in die Morgenstunden) im Hörsaalzentrum
ne Disco. Unverschämt waren in diesem Jahr die Preise für Speisen
und Getränke. Ein 0,3er-Bier für 2 Euro plus 1 Euro Pfand! Naja,
das geht auch billiger. Essen (z.B. Wurst, Döner, afrikanisch) war
kaum zu bezahlen. Eintritt? 5 Euro!
Die Situation: Der
Studentenstreik ist Vergangenheit, wenngleich alle nur "unter Protest"
weiterstudieren. Nächste Woche steht die vierte Vollversammlung in
einem Monat an, am 25.6. ist die zweite Großdemo in Düsseldorf.
Gesprächsthema Nummer eins aber die WM, da die deutsche Mannschaft
am Mittag das Halbfinale erreichte (durch das 1:0-Gegurke gegen die USA).
Für mich privat spannend: Vatters 53. Geburtstag!
Andi´s Abend:
Björn holte mich um 20.10 Uhr ab - um 20.40 Uhr waren wir etwa auf
dem Campus. Dann trafen wir alle möglichen Leute; ein paar Minuten
nach dem letzten Takt von Liquido verabschiedeten wir uns gen Mülheim
(0.20 Uhr).
Über Rolltreppen!
- Ein Rückblick auf das Sommersemester 2002 -
So ein Scheiß. Die
Rolltreppe ist kaputt.
Den Weg kann ich inzwischen
runterbeten. Tagein tagaus - wenn es die Bahnangestellten nicht zufällig
vergessen - schallt es am Essener Hauptbahnhof durch die Fenster. "Eingefahrene
S 1 fährt weiter nach Dortmund" respektive "S 3 nach Hattingen". Die
Treppe runter laufen, dann links, dann Rolltreppe eins runterfahren, Rolltreppe
zwei runterfahren, Rolltreppe drei runterfahren und schließlich mit
den Bahnlinien 101 oder 105 bis "Rheinischer Platz" fahren. So isses. Tagein
tagaus.
Nur heute geht das nicht.
15. April 2002, die S-Bahn ist überraschend voll. Semesterauftakt
allüberall im Ruhrgebiet; und in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund
gibt es insgesamt schließlich auch knapp 70.000 Studenten. Wie ein
"Ersti" (Übersetzungskurs, Teil eins: Erstsemester-Student) mag ich
aussehen, als ich in der S-Bahn, in der Straßenbahn und im Fahrstuhl
der Uni-Gebäude in den "Komm VV´s" (Ü-Kurs, Teil zwei:
kommentierten Vorlesungszeichnissen der einzelnen Fächer) blättere,
und die Veranstaltungen, die ich besuchen möchte, in einen eigens
dafür gezeichneten Stundenplan male. Einzige Vorbedingungen: Wenn´s
geht, am Donnerstag und Freitag keine Veranstaltungen. Wohl dem, der Gesellschaftswissenschaften
studiert. Doch die Strafe für diesen Plan folgt auf dem Fuß:
Im "Germanistik"-Heftchen wird ein "Sportsprache"-Seminar angeboten, freitags
von 10 bis 14 Uhr. Kein T-Club am Donnerstag für drei Monate, aber
dafür eine interessante Veranstaltung. Muss ich mir nochmal überlegen.
Am Freitag, 19.4., bin ich sowieso den ganzen Tag beim Fußballspiel
Fürth gegen Bochum, hab also noch ein bisschen Zeit zum Überlegen.
Donnerstag frei klappt, hurra, Mittwoch auch nur von 16 bis 18 Uhr. Dafür
sind der Montag und Dienstag volles Rohr ausverkauft.
Rein in die Mensa; Schnitzel
mit Pommes gleich am ersten Tag. So lieb ichs.
Für meine Uni-Rolltreppe
ist dieses Semester gar nicht so unwichtig. Wenn ich zwei Klausuren bestehe,
kann ich in Sowi danach Zwischenprüfung machen. Und meine ersten Germanistik-Hauptstudiums-Scheine
stehen an. Wär ja mal was. Ach ja, und die alten Kollegen sind wieder
da. Christian aus Gelsenkirchen begegne ich im Kurzgeschichte-Seminar am
Montag, ebenso der WAZ-Kollegin Anna. Angela - die Freundin von Darius
- leistet mir bei Datenanalyse am Montag und bei Politik am Mittwochabend
Gesellschaft. Ja und da wäre noch Felix, der Fuppeszocker von Union
09, der auch mit mir bei der Datenanalyse leidet. Wenn ich das Wort schon
höre. Daran werde ich verzweifeln, das zeigt schon die erste Sitzung.
Apropos erste Sitzung: ein Reader kaufen hier, ein Buch kaufen dort, Literaturhinweise
da, Raumverlegungen hier. Ach ich hasse die erste Uni-Woche. So wie alle
anderen auch. Es ist so voll, in jedem Kurs, gibt so viel zu lesen und
keine Ruhe. 19. April, Fürth
gegen Bochum. Das wird schon mit dem Aufstieg.
Die Uni läuft an und
läuft und läuft und läuft. Ein anstrengendes Semester. Wer
meinen Uni-Weg verfolgt, der stellt fest, diesen Satz noch nicht aus meinem
Mund gehört zu haben. Am 26. April besuche ich tatsächlich die
"Sportsprache"-Veranstaltung und stelle fest: ein Knaller! Ein arbeitsaufwändiger
Knaller! Dazu noch Datenanalyse, lernen, die Arbeit. Wollte ich mir nicht
nie wieder Stress machen. Stunden vergehen, Tage vergehen, Wochen. Die
Kowi-Party kommt, im KKC. Ist immer ne Menge los dort, treffe Björn,
Götz und Stocki, die Medizin-Clique. 16. Mai 2002. Die Mensa ist nicht
mehr so voll, die Cafeterien auch nicht mehr. Im Logbuch notiert der Käptn:
"Atmosphäre wird angenehmer!" Aber der Stress bleibt. Zum Glück
kommt die SPD auf die Idee, in Nordrhein-Westfalen Studiengebühren
einführen zu wollen. Das schreit nach Streik. Und das vier Tage vor
dem Auftakt der Fußball-WM, für die ich PREMIERE optimal nutzen
könnte. Besser geht´s nicht! Und jawoll, der Streik kommt und
bleibt erstmal bis zur Großdemo am 8.6.2002. Hipphipphurra, anderthalb
Wochen Ferien zwischendurch, WM-Zeit. Naja, ein vorbildlicher Streikender
bin ich nicht gerade, schon gar nicht, weil der Streik voll meine politischen
Interessen trifft, aber Fußball oder Uni... wie sind bloß meine
Prioritäten verteilt?
Doch auf den Streik nehmen
die Profs keine Rücksicht. Die ausgefallenen Stunden werden a) drangehängt,
b) nachgeholt oder c) wird der Stoff für die Datenanalyse-Klausur
trotzdem nicht gekürzt. Wenigstens ist die WM unterhaltsam und der
tägliche Aufheiterungsfaktor. Stunden vergehen, Wochen, Tage. Und
zwischendurch am 14.6. die MTV-Campus-Invasion und am 21.6. das Sommerfest.
Es wird für Single-Männer immer gemeiner auf den Wiesen. Die
Temperaturen steigen, die Kleidungsgrenzen sinken. Enger, kürzer,
dünner lautet das gemeine Frauenmotto. Und die Klausurtermine rücken
näher. Am 8.7. prangt ein großes "Datenanalyse" im PALM-Pilot,
am 18.7. ein "Traditionen politischen Denkens". Ach ja, und das Referat
am 19.7. ist auch noch da. Jawoll, also nix mit schön einen auf lau
machen am Ende des Semesters. Schuften bis zum letzten Augenblick. Und
zwischendurch "Rinderroulade Hausfrauen-Art", "Lasagne Al Forno" und "Sauerbraten
Rheinische Art" in der Mensa.
8.7., der Moment der Wahrheit.
Vorher noch gelernt mit Felix und Konsorten, eigentlich kann ich den Stoff.
Doch es läuft nicht. Läuft schief. Hab eine Aufgabe falsch. Das
reicht bestimmt nicht. In Gedanken sehe ich mich zwangsexmatrikuliert.
Urteil: "Zu dumm für die empirische Sozialforschung!" 18.7., anderthalb
Wochen später, die skurrile Politik-Klausur. Der Dozent verlässt
in den ersten 45 Minuten den Raum, keine Aufsicht da, nix. Aus Respekt
schweigen wir trotzdem, ich sowieso, weil es gut klappt. Also die werde
ich bestanden haben. Hurra; die Stefan-Kuntz-Säge gemacht (für
den Jürgen-Klinsmann-Diver sind die Uni-Flure nicht geeeignet) und
raus. Nur noch das Referat. Das wird schon gehen, schließlich hat
Mit-Referentin Rebecca den Großteil erledigt und bei unseren zahlreichen
Treffen im KKC präsentiert. Ich fange an, rede knapp sieben Minuten,
Rebecca danach knapp 27... okay, die Verhältnisse stimmen nicht. Wurscht.
Schluss, Aus, Ende! Ferien! Drei Monate!
19. Juli, Referat gehalten,
Klausuren geschrieben, Semester vorbei.
Rolltreppe eins ist immer
noch kaputt.
"Habt Ihr ne hässliche Uni"
BERICHT:
So ein Studentenleben ist
manchmal auch ganz angenehm. "Während des Semesters mal die Seele
baumeln lassen... also in Hamburg geht das nicht", stimmt dann auch der
Gitarrist von Kettcar ein in das Loblied auf das Essener Uni-Sommerfest.
Nett, einfach nett, irgendwann Mitte Juni ein paar Bands einzuladen, die
tierisch abrocken, dazu Massen an Getränke- und Speiseständen
auf dem sehr übersichtlichen Campus zu postieren. Das alles hab ich
2002
schon einmal beschrieben und mag es daher nicht wiederholen. Doch nicht
nur deshalb ist ein Studentenleben angenehm, manchmal. Studieren bedeutet
viel harte Arbeit, aber aufgrund der äußerst angenehmen Tatsache,
dass man sich pro Semester pro Veranstaltung mindestens zwei Fehlstunden
erlauben kann, erlaubte ich mir einfach so mir nichts Dir nichts zwei freie
Wochen (die Pfingstferien und ein Feiertag machten es möglich). So
betrete ich mitten im Semester an einem Freitagabend die Uni - erstmals
nach zwei Wochen. Soll ich dazu "HIHI" sagen? Ich weiß nicht. Eigentlich
wollte ich doch reinhauen. Steht doch auch irgendwo auf dieser Seite...
Vermutlich wäre ich sogar brav zu Hause im Bett geblieben (oder hätte
vor dem Computer an einer Hausarbeit gebastelt). Aaaaaaber! Meine liebe
Kommilitonin Angela hatte schon länger abgesagt, Björn ist bei
seiner Freundin in Aachen, um die übrigen Strategen hab ich mich (zwei
Wochen nicht da...) nicht wirklich gekümmert. Zu Hause bleiben? Trotzdem
niemals. Denn schon seit ein paar Wochen habe ich die Eintrittskarte. Der
Grund: Kettcar spielt, und das geile Konzert im Januar
schrie geradezu nach einer Fortsetzung. Fand auch mein Bruder Thommy, der
mich begleitet! An einem Abend, der dem Sommerwetter entspricht... luftig,
nicht zu warm, nicht zu kalt, erfrischend, schön.
Der Rest in Stichpunkten.
Virginia Jetzt! ?
Habe ich verpasst. Verdammte
Ruhrolympiade.
Blackmail ?
Haben gespielt. Gibt bessere
Bands. Wenigstens "Some sane".
Kettcar ?
Nee, da ist es mit einer
Zeile nicht getan. Wenn Ihr den Konzertbericht
vom Januar aufmerksam gelesen habt, dann wisst Ihr, dass Kettcar eine
recht "frische" Band ist, und doch nicht. Sänger Marcus Wiebusch hat
schon eine lange Karriere in Punkbands hinter sich, und arbeitet nun in
einem eigenen Label. Die Debüt-CD "du und wieviel von deinen freunden"
hat Klassiker-Charakter, und verbreitet sich auf abenteuerlichem Weg. Kettcar
verzichten gänzlich auf Werbung, auf Anzeigen, auf Merchandising-Artikel.
Sie melden sich lediglich in ein paar Clubs zu Konzerten an und bauen auf
die Mund-zu-Mund-Propaganda. Das Zwischenergebnis: 20.000 begeisterte Hörer;
und es werden immer mehr. Dazu ein Video zum Hit "Landungsbrücken
raus", das ein Regisseur, der zum Fan wurde, kostenlos drehte. Alle 96
Kanäle (keine Ahnung, welche genau, bin schließlich kein Tontechniker)
brauchen Kettcar, erzählt Mambo Kurt um 21.10 Uhr ins Mikrofon. Mambo
Kurt, der Alleinunterhalter, der mehr ist als ein Pausenclown, der Moderator,
der Zeit-Überbrücker. Er kann noch nicht die Fans unterhalten...
Stattdessen ein nicht enden wollender Soundcheck. Thommy hat einen Mit-Stipendiaten
entdeckt; wir stoßen immer weiter nach vorn vor; bis in die fünfte
Reihe. Hoffentlich geht das nicht zu sehr ab... Eine halbe Stunde Soundcheck
vergehen zäh (der mieseste, den ich je erlebt habe), und Thommy und
ich stellen fest: "Die müssen ganz schön was bieten..." Und wir
werden nicht enttäuscht. Mit einem Gitarrenwirbel und dem Opener "Ausgetrunken"
geht es los ("Wir waren die ersten die kamen / die letzten die gingen /
benommen von den Impressionen") - und weiter geht es mit nahezu allen Stücken
von der Debüt-CD (An Thommy: Eine Playlist ist daher unnötig!).
Natürlich "Money left to burn", "Jenseits der Bikinilinie" sowie die
fantastischen "Landungsbrücken raus" und "Im Taxi weinen" (Thommy
danach: "Jetzt kann ich sterben!"). Zum Abschluss dann noch "Ich danke
der Academy", während ein volltrunkener Trottel unbemerkt auf die
Bühne gelangt und ins Mikro brüllt. 50 Minuten intelligenter
Gitarrenrock vom Allerfeinsten. Und die Ernst-Brüder ganz vorn mittenmang
dabei. Ganz vorn? Okay, das bedeutet auch Pogo. Natürlich nicht nur
von den Kettcar-Fans, sondern überwiegend von zugedröhnten Studenten,
die Lust am sich-hin-und-her-schubsen haben. Na egal. Was ist schon ein
blauer Fleck gegen einen Satz, den Sänger Wiebusch von sich gibt:
"Hallo Essen! Mein Gott, was habt ihr eine hässliche Uni!!!" Keine
Pfiffe. Allein in diesem Moment haben Kettcar bei allen knapp 1000 Studenten
gewonnen... Eine letzte Zugabe gibts noch: "Mein Skateboard kriegt mein
Zahnarzt". Dann ein kurzes "Tschüss!" Das gibt eine glatte "1".
Mambo Kurt ?
Ja, unser Mambo. Der darf
anschließend ran. Seine erste CD heißt "Return of Alleinunterhalter".
Mambo, der Mann, der im "richtigen" Leben ein promovierter Mediziner ist,
fällt auf der Bühne durch seine überaus spacige Sonnenbrille
und die Heimorgel auf. Sein Motto lautet "Die Qualität der Musik hängt
nicht von den Instrumenten ab" und er bringt sein Publikum zum Kochen.
Zu Beginn wirkt es meist recht albern, wenn der völlig unmusikalisch
wirkende Mambo solche Kracher wie "Thunderstruck" von AC/DC oder "Insomnia"
von Faithless nachspielt, aber von Song zu Song wird es kultiger. Als Mambo
Kurt als einziger Künstler des Tages zum Stagediving ins Publikum
springt, ist er der Star des Abends. Hut ab!
Mia ?
Aber nur 20 Minuten zur
Überbrückung darf Mambo ran. Dann folgt Mia. Elektropunk aus
Berlin, so steht es auf den Plakaten. Ist Mia ein cleverer Marketingschachzug?
Musik gewordene Jugendwut, wie die Amazon-Kritik fragt? Ist es emanzipierter
Frauenpunk, wie Thommy vermutet? Oder alles? Vermutlich das. Mia machen
Punk. Der Frontfrau namens Mieze ist ein gewisses Charisma nicht abzusprechen...
die Kleider sind abgefahren, völlig durchgestylt wie scheinbar das
ganze Marketingkonzept. Die Musik ist ziemlich laut, die Gitarristen schrammeln
ganz schön auf ihren Geräten rum. Die Texte sind meist völlig
unverständlich (vermutlich gewollt), und wenn, dann plakativ (wie
Thommy meint: Typisch Punk!). Bei einem Song greifen die Jungs und Mädels
auf eine Hand-Sirene zurück. Das ist zwar wirklich witzig, aber bei
den "Einstürzenden Neubauten" abgeschaut. Wenigstens spielen sie ihre
beiden Hits "Verrückt" und "Alles neu". So richtig zum Kochen wie
bei Kettcar kommt die Stimmung an der Uni nicht. Es ist einen Tick zu laut,
einen Tick zu unverständlich, womöglich auch zu verrückt.
Haben Mia die Zeit verschlafen? Kommen sie nicht ein Jahrzehnt zu spät?
Kann der Neo- oder Fun-Punk auch in Deutschland funktionieren? Der Versuch,
eine Band zu formen, die in kein Klischee passt? Einen "komischen Nachgeschmack"
werfen Kritiker Mia vor. Zurecht.
Während eines Vortrages
von Thommy über die Geschichte der Punk-Bewegung, die Ende der 70er
entstand und sich sowohl von den "Bürgerlichen" als auch von den Hippies
abwenden wollte (weiteres gern auf Anfrage) schlendern wir dann durch die
Essener Nacht zurück. Das Mia-Konzert haben wir nach ner halben Stunde
und dem Motto "genug gesehen" verlassen. Ein kurzes Gelächer bei der
"Bar Celona" (geiler Name, oder?), ein bisschen Rumhüpfen im S-Bahn-Waggon,
das war´s...
Studieren ist schön!
DER ABEND:
20.15 Uhr - 21 Uhr: Blackmail
21.30 Uhr - 22.30 Uhr: Kettcar
22.35 Uhr - 23.05 Uhr: Mambo Kurt
23.20 Uhr - 0.20 Uhr: Mia
vorher waren aufgetreten:
u.a. Virginia Jetzt! (19 Uhr - 19.45 Uhr). Die Musik lief ab 17 Uhr...
nach 0.20 Uhr war Party im KKC und im Hörsaalzentrum!
Zeitplan... Seitdem der Auftritt von Kettcar feststand, nagelte mich Thommy auf dieses Datum fest, zumal wir beim Kettcar-Konzert im Januar nicht gemeinsam im Zakk in Düsseldorf waren. Das sind die reinsten Geschwister-Ernst-Wochen... erst der gemeinsame Aufenthalt in Berlin, dann das Uni-Sommerfest, morgen Daddys Geburtstag... puuh, seh ich den oft... nee, aber schön isset! Um 19 Uhr hatten wir uns eigentlich verabredet, pünktlich zu "Virginia Jetzt!", aber dank der Ruhrolympiade 2003, mit der ich mich für die WAZ beschäftigen musste, wurde es bei mir mal wieder später, nämlich 20.30 Uhr... danach verfolgten wir Blackmail, Kettcar, Mambo Kurt und Mia, mampften und tranken, und düsten mit der S-Bahn um 0.16 Uhr wieder gen Mülheim zurück.